- 05.05.2016, 09:00:01
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Initiative Kompass fordert entschlossene Arbeitsmarktoffensive!
Forderung nach Arbeitsmarktpaket und Erhöhung der Nettoersatzrate
Utl.: Forderung nach Arbeitsmarktpaket und Erhöhung der
Nettoersatzrate =
Wien (OTS) - „Viele hochrangige SozialdemokratInnen fordern ‚die
Sorgen der Menschen‘ endlich ernst zu nehmen. Unabhängig davon, dass
diese Phrase immer nur in Bezug auf ein bestimmtes Thema Anwendung
findet, müssen jetzt endlich die großen Problemfelder angegangen
werden und gezeigt werden, wer wirklich auf der Seite des Großteils
der Bevölkerung steht. Diffuse Verständnisbekundungen allein werden
nichts ändern, wir müssen endlich politisch Akzente setzen!“, fordert
Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistischen Jugend Österreich und
Mitinitiatorin der SPÖ-Initiative „Kompass“. Erst zu Beginn dieser
Woche wurden die neuen Arbeitslosenzahlen für April dieses Jahres
veröffentlicht, welche wieder einen Anstieg von 1,1% auswiesen.
Mittlerweile sind in Österreich knapp 425.000 Personen arbeitslos.
Über das ganze Jahr gesehen, sind sogar knapp 900.000 Menschen in
Österreich zumindest einen Tag arbeitslos.
„Arbeitslosigkeit frisst sich in die Gesellschaft und ist damit in
vielen Familien angekommen. Das Arbeitslosengeld beträgt in
Österreich aber nur 55% des vorhergehenden Nettogehalts. Das
durchschnittliche monatliche Arbeitslosengeld 2013 betrug nur 854€ im
Monat. Während rund 12 Prozent der Gesamtbevölkerung als
armutsgefährdet gelten, schwillt der Wert im Fall der
Arbeitslosigkeit auf 35 Prozent an. Wir müssen den hundertausenden
Menschen, welche durch die Wirtschaftskrise arbeitslos wurden,
beistehen und dürfen nicht zusehen wie Arbeitslosigkeit zur
Armutsfalle wird“, fordert Andreas Babler, Bürgermeister aus
Traiskirchen. Höhere Nettoersatzraten finden sich in ganze Europa, so
zum Beispiel in Dänemark (84 Prozent), das immer als
arbeitsmarktpolitisches Vorzeigeland genannt wurde, oder auch in
Spanien und Portugal (78 Prozent des Nettoeinkommens).
Gleichzeitig verweist die Initiative „Kompass“ auch darauf, dass
Österreich im Jahr 2016 bei der Arbeitslosenrate laut
EU-Frühjahrsprognose die zweitschlechteste Entwicklung aller 28
EU-Staaten aufweist. Während in 23 Ländern die Arbeitslosigkeit sinkt
bzw. in drei am selben Niveau verharrt, steigt diese nur in
Österreich und Estland. „Wir brauchen endlich eine
Arbeitsmarktoffensive. Der Vorschlag von Bundesminister Stöger, die
100 Millionen Euro, die im Vorjahr gegenüber dem Budgetvorschlag
nicht für die staatlichen Pensionszuschüsse gebraucht wurden, nicht
in den allgemeinen Budgettopf fließen zu lassen, sondern für
Arbeitsmarktmaßnahmen zu verwenden, ist das Gebot der Stunde. Dies
wäre ein erster Schritt, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen! Gerade bei
der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und anderen sozialen
Offensivmaßnahmen müssen und werden wir alle an einem Strang
ziehen!“, fordert Erich Fenninger, Geschäftsführer der Volkshilfe
Österreich.
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