- 02.05.2016, 10:07:07
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Industrie zu Arbeitsmarkt: Wettbewerbsfähigkeit stärken, Kosten- und Regulierungsdruck endlich senken
IV-GS Neumayer: Österreich weiter mit höchstem Arbeitslosigkeitsanstieg in der EU – Bürokratieabbau, Entlastung und Flexibilität für Unternehmen haben Priorität
Utl.: IV-GS Neumayer: Österreich weiter mit höchstem
Arbeitslosigkeitsanstieg in der EU – Bürokratieabbau,
Entlastung und Flexibilität für Unternehmen haben Priorität =
Wien (OTS) - „Auch Ende April gestaltet sich die Lage am
österreichischen Arbeitsmarkt schwierig. Österreich ist eines von nur
drei Ländern in der gesamten Europäischen Union mit steigender
Arbeitslosigkeit und führt diese sogar an. In allen anderen
EU-Mitgliedsstaaten zeigen strukturelle Reformmaßnahmen ihre
positiven Effekte am Arbeitsmarkt – insbesondere in Spanien, Zypern
und Bulgarien sinkt die Arbeitslosenquote um bis zu vier Prozent.
Auch Deutschland hängt Österreich weiter ab“, stellte der
Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Mag. Christoph
Neumayer, heute, Montag, anlässlich der Veröffentlichung der
aktuellen Arbeitsmarktdaten fest.
Neumayer: Anpassungsfähige Arbeitszeitmodelle und Maßnahmen
des Reformdialogs Verwaltungsvereinfachung umsetzen
„Die Konjunkturprognosen lassen keine baldige Besserung erwarten –
entsprechend wird sich der Druck auf den Arbeitsmarkt weiter erhöhen.
Wir müssen daher um jeden Arbeitsplatz mit noch mehr Nachdruck
kämpfen", so Neumayer, der hinzufügte: „Um Investitionen und Wachstum
zu fördern, brauchen unsere Betriebe mehr Flexibilität und
Gestaltungsspielraum. Die gegenwärtige kostenintensive Bürokratie und
Überregulierung lässt dies jedoch vielfach nicht zu. Auch die immer
wiederkehrenden Rufe nach höheren Arbeitskosten durch eine
Arbeitszeitverkürzung sind unverantwortlich und kontraproduktiv. Nur
indem wir durch tiefgreifende Strukturreformen den Standort wieder
attraktiv für Investitionen machen und die Betriebe spürbar
entlasten, können wir nachhaltig für Wachstum und Beschäftigung
sorgen“. Zeitgemäße, anpassungsfähige Arbeitszeitmodelle, die es
Unternehmen erlauben würden, rasch und unbürokratisch auf
Marktschwankungen zu reagieren seien wichtiger denn je. „Dazu sind
die von der Bundesregierung vor nun fast einem Jahr beschlossenen
Maßnahmen aus dem Reformdialog Verwaltungsvereinfachung endlich
umzusetzen. Auch Schritte zur Verbesserung der Kurzarbeitsregelung
sind dringend notwendig“, betonte Neumayer, und plädierte in diesem
Zusammenhang für die Umsetzung des Regierungsprogramms.
Neumayer: Effizienter und effektiver Mitteleinsatz für
Arbeitsmarktpolitik – Arbeitssuchende rasch integrieren
„Vor dem Hintergrund der vielfältigen und zunehmenden Anforderungen
an die Arbeitsmarktpolitik ist ein effizienter und effektiver
Mitteleinsatz zu gewährleisten. Zur raschen Integration von
Arbeitsuchenden in den ersten Arbeitsmarkt gilt es
beschäftigungsfördernde Instrumente, insbesondere die
Eingliederungsbeihilfe sowie Arbeitstrainings und Arbeitserprobungen,
auszuweiten und verstärkt einzusetzen“, so Neumayer, der abschließend
betonte: „Wir leben in wirtschaftlich wie gesellschaftlich
herausfordernden Zeiten, die gemeinsame Anstrengungen und Handlungen
erfordern, um die Wettbewerbsfähigkeit des Arbeits- und
Industriestandortes zu stärken, Wohlstand in unserem Land zu sichern
und Arbeitsplätz zu schaffen. Österreichs Industriebetriebe mit ihren
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stellen sich dieser Verantwortung
und Aufgabe, die nur in einem wirtschaftsfreundlichen,
unterstützenden politischen Umfeld gelingen kann.“
Weitere Informationen: www.iv-net.at/medien
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