• 29.04.2016, 22:00:01
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Neues Volksblatt: "Wahlhelfer" von Markus EBERT

Ausgabe vom 30. April 2016

Utl.: Ausgabe vom 30. April 2016 =

Linz (OTS) - Es gibt zwar keinen namhaften SPÖ-Politiker, der sich
öffentlich dazu bekennt, in der Bundespräsidenten-Stichwahl FPÖ-Mann
Norbert Hofer seine Stimme zu geben. Und doch sind die Roten derzeit
am besten Weg, dem Blauen im Duell gegen Alexander Van der Bellen
Schützenhilfe zu leisten.
Immerhin bestärkt die SPÖ mit ihrer derzeitigen Nabelschau jene, die
mit der Regierungspolitik ohnehin schon unzufrieden sind und daher
ihren Protest an der Wahlurne mit einer Stimme für die FPÖ, sprich
Hofer, manifestieren. Als einer, der der Regierung besonders genau
auf die Finger schauen will, ist Hofer der ideale Präsident für diese
Unzufriedenen.
Doch damit nicht genug. Denn so wie es derzeit aussieht, geht die
Zerreißprobe der SPÖ bis zu ihrem Herbst-Parteitag weiter, was immer
auch an Befriedungsversuchen noch unternommen wird. Ein (möglicher)
Bundespräsident Hofer wird aber mit einer mit sich selbst
beschäftigten Regierungspartei geradezu in seinem Selbstverständnis
bestärkt, eine seiner Ansicht nach untätige Regierung entlassen zu
müssen.
Eine Partei sei „keine Selbstfindungsgruppe“, hatte Faymann am
Donnerstag im höchst eigentümlichen ZiB-Doppelinterview mit seinem
Mentor Michael Häupl seinen Kritikern ausgerichtet. Wenn dem
tatsächlich so ist, könnte man ja nach dem morgigen roten Jubelfest
wieder zur Sacharbeit in der Koalition zurückkehren.

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