• 29.04.2016, 16:11:41
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Klare Absage der Wirtschaft an 35-Stunden-Woche: Jobpotenzial ist keine Frage der Verteilung

WKÖ-Präsident Leitl: Pauschale Umverteilung von Arbeitszeiten funktioniert nicht

Utl.: WKÖ-Präsident Leitl: Pauschale Umverteilung von Arbeitszeiten
funktioniert nicht =

Wien (OTS) - „Auch wenn SPÖ-interne Turbulenzen den Sozialminister
dazu verleiten mögen, mit populistischen Forderungen vorzupreschen:
Ideen wie eine Arbeitszeitverkürzung für alle sind Schnee von gestern
und haben sich zudem niemals sinnvoll umsetzen lassen. Denn Arbeit
kann man nicht portionieren wie einen Kuchen. Pauschale Umverteilung
von Arbeitszeiten funktioniert ganz einfach nicht“, erteilt
WKÖ-Präsident Christoph Leitl den heutigen Vorschlägen von
Bundesminister Alois Stöger eine klare Absage: „Wer eine
Arbeitszeitverkürzung will, riskiert, dass aus dem Tag der Arbeit ein
Tag der Arbeitslosigkeit wird.“

„Wer glaubt, dass eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich
die Arbeitslosigkeit merklich senkt, der liegt falsch. Wie am
Beispiel Frankreich deutlich ersichtlich, wurden dort durch diese
Maßnahme die Arbeitskosten verteuert – mit der Folge, dass die
erhofften Beschäftigungszuwächse ausblieben und die
Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes Schaden nahm. Aus
gutem Grund sind die Franzosen wieder zurückgerudert“, hält Leitl
fest: „Frankreich verabschiedet sich gerade von einer verfehlten
Politik, Stöger würde offenbar diesen Irrweg gerne in Österreich
einschlagen. Wir brauchen flexiblere Arbeitszeiten, keine
Arbeitszeitverkürzung.“

Angesichts der dramatischen Arbeitsmarktentwicklung könne es nur
ein Motto geben: „Gut und sozial ist, was Jobs schafft. Und es ist
die gewerbliche Wirtschaft, die für Beschäftigung sorgt. Daher muss
die Beseitigung von Hürden für die Betriebe wie etwa die hohen
Lohnnebenkosten oder restriktive Arbeitszeitvorgaben Priorität haben.
Wir brauchen flexible Rahmenbedingungen, die den Anforderungen der
Gegenwart entsprechen und unsere Unternehmen fit machen für die
Zukunft. Überholte und immer noch unbrauchbare Ideen bringen uns
nicht weiter“, betont der WKÖ-Präsident. (PWK328/PM)

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