- 29.04.2016, 12:57:18
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Trauriger Jahrestag: Wiener Stadtrat Heinz Nittel wurde am 1. Mai 1981 von palästinensischen Terroristen ermordet
ÖIG gedenkt des tödlichen Terroranschlags gegen ihren Präsidenten, der bis heute ungesühnt ist
Utl.: ÖIG gedenkt des tödlichen Terroranschlags gegen ihren
Präsidenten, der bis heute ungesühnt ist =
Wien (OTS) - Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG)
gedenkt der Ermordung ihres Präsidenten, des Wiener Stadtrats Heinz
Nittel (SPÖ), vor 35 Jahren. Palästinensische Terroristen der
Abu-Nidal-Gruppe töteten Nittel vor dessen Haus am Morgen des 1. Mai
1981, als sich dieser auf den Weg zum traditionellen Mai-Aufmarsch
machen wollte. Nittel wurde im Auto sitzend aus nächster Nähe
erschossen und war auf der Stelle tot. Der Attentäter Husham Rajih
wurde lediglich wegen „Beihilfe“ zu lebenslanger Haft verurteilt,
dann 1994 wegen eines weiteren Falles jedoch nach Belgien überstellt.
1996 ging Rajih frei und tauchte im Nahen Osten unter – der Mord an
Heinz Nittel ist damit ungesühnt.
Nittel war von 1978 bis zu seiner Ermordung Präsident der ÖIG und
Mitbegründer des Jewish Welcome Service. ÖIG-Präsident LAbg. Peter
Florianschütz erklärt: „Der antisemitisch motivierte palästinensische
Terror zog bei mehreren tödlichen Anschlägen eine blutige Spur durch
Österreich. Wenige Monate nach der Ermordung unseres Präsidenten
Nittel töteten palästinensische Terroristen bei ihrem Anschlag auf
die Wiener Synagoge im August 1981 zwei Menschen, 21 wurden verletzt.
1985 wurden bei einem Anschlag auf die Check-in Schalter der
israelischen Fluglinie ELAL am Flughafen Schwechat 3 Menschen getötet
und über 40 verletzt. Terroristisches Gedankengut und das Gutheißen
von Terror dürfen in Österreich daher keinen Platz haben und sind zu
ächten, anstatt zu propagieren. Das gilt auch für den aktuellen
Terror gegen israelische Zivilisten, den wir auf das Schärfste
verurteilen. Wer in Österreich diesen Terror verherrlicht, stellt
sich außerhalb des demokratischen und rechtsstaatlichen
Grundkonsenses."
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