Trauriger Jahrestag: Wiener Stadtrat Heinz Nittel wurde am 1. Mai 1981 von palästinensischen Terroristen ermordet

ÖIG gedenkt des tödlichen Terroranschlags gegen ihren Präsidenten, der bis heute ungesühnt ist

Wien (OTS) - Die Österreichisch-Israelische Gesellschaft (ÖIG) gedenkt der Ermordung ihres Präsidenten, des Wiener Stadtrats Heinz Nittel (SPÖ), vor 35 Jahren. Palästinensische Terroristen der Abu-Nidal-Gruppe töteten Nittel vor dessen Haus am Morgen des 1. Mai 1981, als sich dieser auf den Weg zum traditionellen Mai-Aufmarsch machen wollte. Nittel wurde im Auto sitzend aus nächster Nähe erschossen und war auf der Stelle tot. Der Attentäter Husham Rajih wurde lediglich wegen „Beihilfe“ zu lebenslanger Haft verurteilt, dann 1994 wegen eines weiteren Falles jedoch nach Belgien überstellt. 1996 ging Rajih frei und tauchte im Nahen Osten unter – der Mord an Heinz Nittel ist damit ungesühnt.

Nittel war von 1978 bis zu seiner Ermordung Präsident der ÖIG und Mitbegründer des Jewish Welcome Service. ÖIG-Präsident LAbg. Peter Florianschütz erklärt: „Der antisemitisch motivierte palästinensische Terror zog bei mehreren tödlichen Anschlägen eine blutige Spur durch Österreich. Wenige Monate nach der Ermordung unseres Präsidenten Nittel töteten palästinensische Terroristen bei ihrem Anschlag auf die Wiener Synagoge im August 1981 zwei Menschen, 21 wurden verletzt. 1985 wurden bei einem Anschlag auf die Check-in Schalter der israelischen Fluglinie ELAL am Flughafen Schwechat 3 Menschen getötet und über 40 verletzt. Terroristisches Gedankengut und das Gutheißen von Terror dürfen in Österreich daher keinen Platz haben und sind zu ächten, anstatt zu propagieren. Das gilt auch für den aktuellen Terror gegen israelische Zivilisten, den wir auf das Schärfste verurteilen. Wer in Österreich diesen Terror verherrlicht, stellt sich außerhalb des demokratischen und rechtsstaatlichen Grundkonsenses."

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