• 29.04.2016, 12:42:22
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Autoindustrie erzielt große Fortschritte bei der Effizienz neuer Motoren

Hyundai-Kia, Mazda und Honda beim 37. Internationalen Wiener Motorensymposium

Utl.: Hyundai-Kia, Mazda und Honda beim 37. Internationalen Wiener
Motorensymposium =

Wien (OTS) - Das wundersame Wachstum des Wirkungsgrades neuer
Ottomotoren, bereits am ersten Tag des 37. Internationalen Wiener
Motorensymposiums eines der dominierenden Themen, erwies sich auch
Freitag Vormittag als tonangebend. Diesmal waren es Vortragende von
Fahrzeugherstellern aus dem asiatischen Raum, die in ihren
Präsentationen eindrucksvoll die Fortschritte neuer Ottomotoren
belegen konnten: Die Benziner nähern sich zunehmend der überlegenen
Effizienz der Dieseltechnik an. Eine Entwicklung, die auch durch den
im Jahr 2017 kommenden Testzyklus WLTP (Worldwide Harmonized
Light-Duty Test Procedure) und im realen Straßenverkehr erfolgende
RDE-Messungen (Real Driving Emissions) getrieben ist.

Hyundai-Kia stellt neuen Kappa 1.6 GDI-Motor vor

Für die kontinuierliche Reduzierung der CO2-Vorgaben und die
Verbrauchsziele, die bei WLTP und RDE zukünftig auch bei höheren
Lasten ermittelt würden, reiche Downsizing nicht mehr. Die
Entwicklungsingenieure müssten den Wirkungsgrad des Motors
verbessern, konstatierte Hwang-Bok Lee, Motorenentwickler der
südkoreanischen Hyundai Kia Motor Group, in seinem Vortrag. Der
Experte präsentierte den neuen Kappa 1.6 GDI-Motor mit
Benzin-Direkteinspritzung als Beispiel dafür. Bei der Entwicklung sei
das Hauptaugenmerk auf der Maximierung des thermischen Wirkungsgrades
gelegen. Das neue Triebwerk erziele laut Hwang-Bok Lee einen
herausragenden Wirkungsgrad von 40 Prozent. Schlüsseltechnologien
seien der Atkinson-Zyklus mit hohem Verdichtungsgrad, gekühlte
Abgasrückführung (AGR), Hochtumble-Einlasskanäle, Klopfunterdrückung
und Reibungsreduzierung. Hyundai-Kia werde den neuen Motor weltweit
in Hybridfahrzeugen einführen, da bei Hybridsystemen der Motor
verstärkt im Bereich des höchsten thermischen Wirkungsgrades
betrieben werden könne.

Mazda und sein Skyaktive-G 2,5T

Als neuen Typus eines „downgesizten“ Motors stellte Ichiro Hirose,
Leiter der Antriebsstrangentwicklung von Mazda, in seiner
Präsentation den neuen Mazda-Skyactive-Turbobenziner vor. Ausgehend
von der Aufgabenstellung, ein effizientes Triebwerk mit einem
Drehmoment von mehr als 400 Newtonmeter für ein großes SUV zu
entwickeln, hätte man sich dafür entschieden, einen bereits
bestehenden Reihen-Vierzylinder mit 2.5 l Hubraum in eine
Turboversion weiterzuentwickeln. Das Ergebnis war, so Ichiro Hirose,
der „Skyaktive-G 2,5T“, ein Benziner mit 2,5 l Hubraum und
Turboaufladung, bei dem im Vergleich zu einem alternativen V6 die
Effizienzvorteile eindeutig überwiegen. Auch hier wurden Fortschritte
durch reduzierte innermotorische Reibung, Klopfunterdrückung und
gekühlte Abgasrückführung sowie die so genannte
Scavenging-Technologie (einander überschneidende Öffnungszeiten von
Ein- und Auslassventilen) erzielt.

Hondas neue Turbo-GDI-Motorenfamilie

Honda präsentierte gleich eine ganze Motorenfamilie, die neu
entwickelte Turbo-GDI-Reihe mit Hubräumen von 1.0, 1.5, 2.0 und 3.5
Liter für den globalen Einsatz. Durch die Kombination von
Turboaufladung, Benzin-Direkteinspritzung, variablem Ventiltrieb und
einem Verbrennungskonzept mit hohem Turbulenzgrad konnten sowohl
höchste Leistung als auch niedrigster Kraftstoffverbrauch erreicht
werden, führte der Vortragende, Honda Senior Chief Engineer Tomonori
Niizato, aus.

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