Tamandl zu KAV: Unbezahlte Stricherltage bei Ärzten arbeits- und sozialrechtlicher Skandal

Überforderung bei Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie darf nicht auf dem Rücken der Ärzteschaft ausgetragen werden

Wien (OTS) - Ein "handfester arbeits- als auch sozialrechtlicher Skandal", wäre es für die Wiener ÖAAB-Obfrau Abg.z.NR Gabriele Tamandl, wenn Spitalsärzte im KAV angewiesen werden, den ihnen zustehenden bezahlten Zeitausgleich unbezahlt zu konsumieren.

"Ein diesbezüglicher Bericht der Tageszeitung 'Die Presse' ruft nach lückenloser Aufklärung. Denn so kann man dies sicher nicht hinnehmen", sagt die Wiener ÖAAB-Obfrau weiter.
"Mit Abschaffung der pauschalierten Nachtdienstzulage im Rahmen des neuen Gehaltsschemas ist klar festgelegt, dass jede über die Normarbeitszeit von 40 Stunden hinaus gehende Stunde im Spital als Überstunde zu werten ist. Für jeden Nachtdienst gibt es zwei Stunden Zeitgutschrift. Das sind klare Regelungen, die eingehalten werden müssen" so Tamandl.
"Wenn Ärzte tatsächlich aufgefordert werden, auf die ihnen zustehenden freien Tage zu verzichten bzw. diese unbezahlt zu konsumieren ist das weder sozialrechtlich noch arbeitsrechtlich gedeckt. Ärzte dürfen nicht die Opfer sein, nur weil die Stadtregierung mit der Umsetzung der EU-Arbeitszeitrichtlinie überfordert ist", so Tamandl abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

ÖAAB Landesleitung Wien
michael.wiesinger@oeaab.at
Landesgeschäftsführer Michael Wiesinger +43 664 83 83 233
Presse Mag. Paul Hefelle +43 664 83 83 209

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AAW0001