• 29.04.2016, 08:49:42
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ORF zeigt Film über das „Haus der Geschichte Niederösterreich“

LH Pröll: „Bewusst machen, welche Rolle wir in der Vergangenheit gespielt haben“

Utl.: LH Pröll: „Bewusst machen, welche Rolle wir in der
Vergangenheit gespielt haben“ =

St. Pölten (OTS/NLK) - Ganz im Zeichen der Geschichte
Niederösterreichs stand der gestrige Donnerstagabend im ORF
Landesstudio Niederösterreich. Präsentiert wurde dort der Film über
das „Haus der Geschichte Niederösterreich“ mit Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll, Univ.-Prof. Dr. Stefan Karner, Leiter des
wissenschaftlichen Beirates für das Haus der Geschichte,
ORF-Landesdirektor Prof. Norbert Gollinger, Gestalterin Karina Fibich
und vielen weiteren Ehrengästen. Der Film „Zauber der Vergangenheit
– Das Haus der Geschichte Niederösterreich“ (Gestaltung: Karina
Fibich, Kamera: Helmut Muttenthaler) wird im Rahmen der Reihe
„Dokumentation am Feiertag“ zu Christi Himmelfahrt, am Donnerstag, 5.
Mai, um 17.35 Uhr auf ORF 2 gezeigt.

Landeshauptmann Pröll richtete an den ORF einen „herzlichen Dank“ für
derartige Produktionen. Dieser Film über das Haus der Geschichte
Niederösterreich sei nicht der erste dieser Art, erinnerte er an den
Film „Wissen schaffen – Ein Streifzug durch Niederösterreich“, der
vergangenen Februar präsentiert worden war.

Im Haus der Geschichte wird ein besonderes Prunkstück gezeigt werden:
die Kaiserhaussammlung, die das Land Niederösterreich vor kurzem
erworben hat. Über die Bedeutung dieser sagte Pröll: „Die
Kaiserhaussammlung ist die größte Sammlung zum österreichischen
Kaiserhaus, die weltweit existiert.“ Mit den rund 2.000 Objekten
erfahre die Landessammlung eine Aufwertung. Die Schlösser und
Residenzen der Habsburger wie zum Beispiel Baden hätten
Niederösterreich „sehr intensiv mitgestaltet und mitgeprägt“, so der
Landeshauptmann.

Niederösterreich werde nicht zufällig das Kernland Österreichs
genannt, betonte Pröll, dass Niederösterreich „unglaublich viel
Geschichte mitgeschrieben“ habe. „Wir müssen uns bewusst machen,
welche Rolle wir in der Vergangenheit gespielt haben, um diese auch
in der Zukunft richtig einschätzen zu können“, so der
Landeshauptmann. „Wir haben in den letzten Jahren bemerkt, dass
zeitgeschichtliche Ausstellungen ein unglaubliches Publikumsinteresse
auslösen“, so Pröll über den Hintergrund der Entstehung des Hauses
der Geschichte. Zudem habe der Kulturtourismus in Niederösterreich
eine ganz besondere Bedeutung gewonnen.

„Über 60 Prozent der Gäste werden zwischen 14 und 49 Jahren alt
sein“, so Univ.-Prof. Karner über die Hauptzielgruppe des Hauses der
Geschichte. Es werde Menschen mit verschiedenem Wissen geben, diese
müsse man „dort abholen, wo sie sind“. „Dieser Herausforderung
stellen wir uns“, so Karner. „Das Haus der Geschichte ist mehr als
nur eine Ausstellung. Der Besucher findet dort viel Geschichte und
viel persönliche Geschichte.“ Karner betonte, dass das Haus der
Geschichte drei Säulen – Ausstellungen, Service und Forschung – haben
werde. „Wir gehen aus vom Kernland Niederösterreich über Österreich
bis Zentraleuropa“, so Karner, der weiters betonte
„Niederösterreichische Geschichte ist zutiefst österreichische
Geschichte.“

Warum man bereits im Vorfeld der Eröffnung des Hauses der Geschichte
eine derartige Dokumentation gestaltet hat, beantwortete
ORF-Landesdirektor Gollinger damit, dass dieses „ein riesiges und
einzigartiges Projekt“ sei. Man zeige daher jetzt schon die
Vorbereitungsarbeiten, Ideen und Gestaltungsvorstellungen. Als
Medienpartner begleite der ORF das Haus der Geschichte, so seien
bereits über 100 Trailer zur Sammelaktion gespielt worden, „um die
Menschen aufzurufen, persönliche Dinge zu bringen“. Das Thema Kultur
mit allen artverwandten Themen wie Geschichte sei „ein Teil unseres
Programmauftrags“ und „ein wichtiger Teil unseres
Selbstverständnisses“, so Gollinger. Karina Fibich habe den Film über
das Haus der Geschichte „sensibel und sehr qualitätsbewusst“
aufbereitet.

Fibich betonte, dass sie bei der Gestaltung des Films über das Haus
der Geschichte „in die Vergangenheit eingetaucht“ sei. Im Vordergrund
ihrer Arbeit stehe für sie der Mensch – „der Mensch, der gestaltet,
der Sammlungsobjekte bringt“. Das Einbinden der Menschen in die
Entstehung des Museums sei etwas Wichtiges, so Fibich, die sich bei
ihrem gesamten Team bei der Gestaltung des Films bedankte.

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