• 27.04.2016, 20:01:10
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IREX MSI: Medien in Osteuropa werden von einseitigen Inhalten und Selbstzensur geplagt

Washington (ots/PRNewswire) - Auf die Frage, wie die Medien ihren
Bedürfnissen dienen, betonten Einwohner aus Georgien, Moldawien und
der Ukraine die schlechte, die politisierte und die
sensationsorientierte Berichterstattung als die größten
Problempunkte. Der Media Sustainability Index 2016 (MSI) für Europa &
Eurasien von IREX (http://www.irex.org/) umfasst neue Perspektiven
von Medienkonsumenten - neben den Ansichten von Medienprofis - und
berichtet über diese Erkenntnisse und noch mehr. Auf
http://www.irex.org/msi findet man den vollständigen Text des
Berichts.

Logo - http://photos.prnewswire.com/prnh/20160426/360007LOGO

Ein Teilnehmer an der Georgien-Studie kommentierte, dass "einseitige
Inhalte die 'hässliche Wahrheit' unseres Mediensystems sind". Er
fügte hinzu, dass es allgemein bekannt sei, dass "alle Medienquellen
die Interessen von verschiedenen politischen Parteien, Gruppen oder
der Regierung vertreten". Zum Thema der Qualität von Medieninhalten
sagte ein Bewerter aus der Ukraine: "Es ist leider so, dass unsere
Staatspolitik, die Medien und sogar Nichtregierungsorganisationen ...
die wirklichen Ursachen nicht analysieren. Die Gesellschaft
diskutiert Auswirkungen, aber keine Gründe."

IREX misst den Zustand des Mediensektors eines Landes und verwendet
dazu fünf Kriterien, unter anderem rechtliches Umfeld, Qualität des
Journalismus und Praktiken des Medienmanagements. Medienprofis aus
jedem Land vergeben für jedes Kriterium Punktzahlen und erstellen
qualitative Bewertungen. Mithilfe einer erweiterten Methodik für die
Ausgabe 2016, die in Georgien, Moldawien und der Ukraine erstmals
angewandt wurde, fügte man eine separate Fragenreihe für Mediennutzer
im Hinblick darauf hinzu, wie gut die Medien ihre
Informationsbedürfnisse erfüllen. Die Antworten zeigen einen
erheblichen Unterschied zwischen den Ansichten der Medienprofis und
den Ansichten der Zivilgesellschaft über die Medien.

Während viele Regierungen fortgesetzt Beschränkungen gegen eine
unabhängige Berichterstattung aufbauen, unterziehen sich Journalisten
in Europa und Eurasien - angesichts rückläufiger Werbeanzeigen oder
geringerer Sponsoring-Einnahmen - einer Art Selbstzensur bei der
Berichterstattung, die Unternehmen gegenüber kritisch ist. Ein
mazedonischer Teilnehmer erläuterte dies folgendermaßen: "Es ist
jetzt schwieriger geworden, irgendetwas gegen das Telekommunikations-
oder das Energieversorgungsunternehmen zu veröffentlichen ... als
gegen die Regierung." Teilnehmer aus Albanien meldeten, dass ein
multinationaler Mobilfunkanbieter Anzeigenschaltungen in der Zeitung
Shqip ablehne, und zwar aufgrund der kritischen Artikel über dessen
Dienstleistungen.

Die Ukraine, Armenien und der Kosovo gehören zu den Ländern, die
Verbesserungen im Medienumfeld zeigen. Zu den Ländern, in denen sich
das Medienumfeld verschlechtert hat, zählen Aserbaidschan, Belarus
und Kasachstan.

Die US-amerikanische Agency for International Development finanziert
den MSI in 21 Ländern. Der MSI ist eine zuverlässige Studie zur Lage
der internationalen Medien und bietet Stiftern, Medienfürsprechern,
örtlichen Medienprofis und Wissenschaftlern fundierte Daten aus 15
Jahren.

Jennifer Nevin Anderson, Communications Director, IREX, +1 (202)
628-8188, [email protected], www.irex.org/msi

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