• 27.04.2016, 13:12:21
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AK: Nein zu Bankomatgebühren!

Wien (OTS) - Immer wieder ist eine mögliche Gebühr für die
Geldabhebung am Bankomaten Thema. Die AK lehnt Bankomatgebühren
strikt ab. „Die Menschen sollen immer mehr Bankgeschäfte selbst
erledigen, anderseits kassieren Banken bei Spesen kräftig ab. Das ist
nicht einzusehen“, sagt Gabriele Zgubic, Leiterin der AK
Konsumentenpolitik. Eine AK Online-Umfrage, bei der knapp 2.000
Menschen abgestimmt haben, zeigt: Fast alle meinen, das Abheben am
Bankomaten soll kostenfrei bleiben!

In den meisten österreichischen Kontoverträgen ist das Abheben von
Geld am Bankomaten im Girokonto- bzw. im Kartenentgelt schon
inkludiert. Daher werden keine zusätzlichen Gebühren verrechnet. In
der Vergangenheit gab es immer wieder Vorstöße für die Einführung von
Extra-Gebühren pro Abhebung an Bankomaten. Bei einigen regionalen
Banken gibt es diese Zusatzspesen, wenn bei einem Bankomat einer
Fremdbank abgehoben wird. Vereinzelt ist auch zu beobachten, dass
eine Bankomatgebühr für die Bargeldabhebung bei bankeigenen
Geldautomaten verrechnet wird.

Eine Umfrage der Österreichischen Nationalbank zeigt: 91 Prozent
der ÖsterreicherIn-nen ist es sehr wichtig oder wichtig, dass mit
einem Zahlungsmittel keine Zusatzkosten entstehen. Auch eine aktuelle
AK Online-Umfrage zu Bankomatgebühren, bei der 1.984 Menschen
abgestimmt haben, zeigt: Rund 97 Prozent sagen klar, dass sie von
Banko-matgebühren nichts halten. Das Abheben soll kostenfrei bleiben.
Auch die zig Kommentare auf der AK Homepage schlagen in dieselbe
Kerbe.

Das Bankomatnetz in Österreich wird von der Payment Service
Austria (PSA) organi-siert – die Gesellschaft gehört den Banken. Es
gibt aber inzwischen auch bankunabhän-gige Betreiber von
Geldautomaten. Bis dato sind in Österreich Geldabhebungen auch dort
in der Regel nicht kostenpflichtig. Im Vorjahr hat eine große
österreichische Bank ihre KundInnen informiert, dass Gebühren, die
von sogenannten Drittanbietern von Geld-ausgabeautomaten verlangt
werden, dem Kundenkonto angelastet werden. „Das lehnen wir aus
konsumentenpolitischer Sicht ab“, sagt Zgubic. Die AK Tirol hat
bereits dagegen eine Klage eingebracht.

Fakt ist, dass das Filial- und somit auch das Bankomat-Netz immer
mehr ausgedünnt wird. Es könnte die Strategie sein, das eigene
Bankomatnetz auszudünnen, so Kosten zu sparen und Drittanbietern das
Feld zu überlassen, die Gebühren kassieren. Statistiken über die
Anzahl der Bankomaten der Payment Service Austria und der
Nationalbank bestätigen diesen Trend. Im Jahr 2013 hat die Payment
Service Austria demnach noch um 335 Bankomaten mehr betrieben als
2015.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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