CSR-Reporting – Neue EU-Berichterstattungspflicht wird in Österreich großteils bereits umgesetzt

Namhafte Experten diskutierten bei der Podiumsdiskussion des ÖPAV Vorteile und Herausforderungen der neuen EU-Richtlinie „Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz“

Wien (OTS) - Am gestrigen Abend versammelte sich auf Einladung der ÖPAV ein hochkarätiges Podium zur Diskussion rund um die Nachhaltigkeitsberichte, welche im Hinblick auf die EU Richtlinie ab 2018 publiziert werden müssen. Sowohl die Keynote als auch die Expertenberichte zeigten, dass CSR-Reporting in Österreich von zahlreichen Unternehmen bereits umgesetzt wird, da sie daraus einen wirtschaftlichen Vorteil ziehen. Kernaussage des Abends: CSR muss in der Unternehmensstrategie verankert sein, um authentisch und glaubwürdig nach innen und außen zu wirken.

In seiner Keynote erläuterte Dr. Michael Dickstein, CSR-Manager bei Heineken International, seinen Zugang zur Berichterstattung von nachhaltigen Maßnahmen: „Ein Nachhaltigkeitsbericht darf keine Pflichtübung sein, sondern muss als Mittel zum Zweck gesehen werden, der Benefits für das Unternehmen generiert und langfristig dazu beiträgt, die Unternehmensziele zu erreichen.“ Während der weiteren Diskussion beschrieben die Experten mehrere Vorteile, die sich aus ihren langjährigen Nachhaltigkeitsreportings ergeben. So ermöglichen CSR-Reportings eine klare Differenzierung zum Mitbewerb. Dieser Aspekt verschafft einen deutlichen wirtschaftlichen Vorsprung, bestätigt Prof. Mag. Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor der Casinos Austria. Darüber hinaus investiert man in eine bessere Mitarbeiterbindung und Zufriedenheit, weiß Mag. Martina Friedl, welche für Public Affairs bei Samsung Eletronics Austria zuständig ist.

Dr. Wolfram Tertschnig, Experte im Ministerium für ein Lebenswertes Österreich weist darauf hin, dass österreichische Unternehmen, die die EU-Richtlinie bisher noch nicht umgesetzt haben, auch vor Herausforderungen stehen. „Es entstehen neue Verantwortlichkeiten und Verbindlichkeiten, die mit einem Mehraufwand verbunden sind.“ Auch gibt es bisher noch kein klares Leitsystem zur Anwendung der Anforderungen des neuen Gesetzes, obwohl die Frist zur Umsetzung in nationales Recht schon mit 06.12.2016 endet, bemängelt Tertschnig.

„Jedes Unternehmen muss klären, wie sich Aufwand und Nutzen der Berichterstattung im eigenen Haus gegenüberstehen sollen,“ ergänzt Mag. Alfred Heiter, Abteilungsleiter für Finanzpolitik in der Industriellenvereinigung. „Hält man sich strikt an gesetzliche Vorgaben oder setzt man doch mehr um, als gefordert. Dass dafür in jedem Fall zeitliche und finanzielle Ressourcen aufgewendet werden müssen, sollte nicht außer Acht gelassen werden.“ Wer zusätzlich eine Validierung der Berichte in Form von externen Audits durchführen lässt, steigert noch mehr die Glaubwürdigkeit der umgesetzten Maßnahmen, bestätigt ein Großteil der Experten.

Über die Österreichische Public Affairs-Vereinigung (ÖPAV)

Die Österreichische Public Affairs-Vereinigung ist die Interessenvertretung der Public Affairs-Verantwortlichen in Unternehmen, Verbänden und NGOs sowie selbständigen Public Affairs-Berater/innen. Inhaltlich umfasst die Bandbreite der Public Affairs die Disziplinen Advocacy, Corporate Social Responsibility, Lobbying, Government Relations, Interessenvertretung, Issue- und Stakeholder-Management und Reputationsmanagement.

Hauptaufgaben der im September 2011 gegründeten Vereinigung sind einerseits der Know How-Austausch und eine Professionalisierung der Branche (auch international), andererseits die Stärkung der Position der Public Affairs-Tätigkeit nach außen sowie die Gestaltung rechtlicher Rahmenbedingungen.
Ein wichtiger Beitrag zur Professionalisierung und Qualifizierung der Public Affairs-Branche in Österreich ist die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit der Tätigkeit in diesem Feld. Daher beraten Expert/innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen die ÖPAV im Rahmen eines wissenschaftlichen Beirats und bringen ihre Perspektive in die Arbeit der Vereinigung ein.

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