• 25.04.2016, 11:18:32
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Grüne Kärnten zum Jahrestag von Tschernobyl: Erneute Forderung nach Ausstieg aus Atomkraft

Wolfsberg/Lavanttal und Südkärnten waren 1986 besonders betroffen

Utl.: Wolfsberg/Lavanttal und Südkärnten waren 1986 besonders
betroffen =

Klagenfurt (OTS) - Grünen-Landesrat Rolf Holub spricht anlässlich des
30. Tschernobyl-Jahrestages von einem traurigen Jahrestag und betont
die Bemühungen Kärntens im Bereich der Anti-AKW-Politik. So gebe es
mit dem steirischen Landesrat Jörg Leichtfried eine verstärkte
Zusammenarbeit und einen Schulterschluss gegen das grenznahe,
slowenisch-kroatische Atomkraftwerk Krško. Gemeinsam wolle man sich
weiterhin gegen die geplante Laufzeitverlängerung stemmen und zeigen,
dass Erneuerbare Energien statt Atomkraft der zukünftige Weg sein
muss: „Dazu findet morgen, Dienstag, ein Treffen mit Leichtfried und
slowenischen Anti-AKW-NGOs in der Kärntner Landesregierung statt“, so
Holub.

Marion Mitsche, Landessprecherin der Grünen und Vizepräsidentin des
Kärntner Zivilschutzverbandes, stellt zum 30. Jahrestag der
Atom-Katastrophe fest: „Tschernobyl ist nicht `lange her´. 30 Jahre –
das ist genau die Halbwertszeit des gefährlichen Caesium-137, das
nach dem Atomunfall unter anderem auf Kärnten herabgeregnet ist.
Jetzt erst hat sich die Strahlung von damals halbiert. Langzeitfolgen
wie ein Ansteigen der Schilddrüsenkrebsrate werden wir noch lange
spüren.“

Mitsche warnt: „Tschernobyl kann sich leider jederzeit wiederholen.
Weltweit sind in 31 Ländern 441 Kernkraftwerke in Betrieb, allein in
Europa sind es 129, die meisten davon in Frankreich und Deutschland.
Wie wir am eigenen Leib gemerkt haben, sagt die Entfernung nicht
unbedingt etwas über die Gefahr aus, da spielen Wind- und
Witterungseinflüsse eine erhebliche Rolle. Wir Grünen Kärnten fordern
deshalb vehement den Ausstieg aus der Atomkraft. Auch Fukushima
zeigt, dass die Folgen von Atomunfällen einfach nicht kontrollierbar
sind.“ In Kärnten seien die Gebiete rund um Wolfsberg und das
Lavanttal besonders betroffen gewesen, auch in Südkärnten kam es zu
deutlich erhöhten Messwerten.

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