ÖH Uni Wien: Aufruf zur Demonstration gegen Norbert Hofer und die FPÖ

Die Partei der rechtsextremen Burschenschaften mit Kontakten zu organisierten Gewalttätern darf nicht den Bundespräsidenten stellen!

Wien (OTS) - Am 24.04. ging der FPÖ-Kandidat Norbert Hofer als Erstplatzierter aus dem ersten Wahlgang der Bundespräsident_innenwahl hervor. Das politische Klima der letzten Monate, von Obergrenzen-Diskussionen bis zu einem konstruierten Notstand, hat sich positiv auf das Wahlergebnis des Burschenschafters ausgewirkt. SPÖ und ÖVP, die aktiv die Verschärfung dieses Klimas mitverschuldet haben, wurden von den Wähler_innen abgestraft. "Wer permanent die Politik der FPÖ betreibt, braucht sich über dieses Ergebnis nicht zu wundern", kritisiert das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien die österreichische Bundesregierung und deren Asylpolitik. "Der Hetze muss eine eindeutige Abgrenzung vom rechten Rand und eine solidarische Politik entgegengesetzt werden", betont Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam.

"Die ÖH Uni Wien ruft dazu auf, ein eindeutiges Zeichen gegen rechtsextremes Gedankengut zu setzen - auf der Straße wie auch in der Wahlkabine. Ein Burschenschafter mit Sympathie für Gewalttäter muss als Bundespräsident verhindert werden!" zeigt sich Karin Stanger (GRAS) über den Ausgang der ersten Runde schockiert. "Einen Auswuchs dieser Gewalt sahen wir erst unlängst beim Angriff der rechtsextremen Identitären auf Geflüchtete bei unserer Veranstaltung 'Schutzbefohlene performen Jelineks Schutzbefohlene' im Audimax der Universität Wien."

Norbert Hofer ist Mitglied der Burschenschaft Marko-Germania, die laut DÖW einen völkischen Deutschnationalismus vertritt und sich immer wieder einer Rhetorik bedient, die der neonazistischen Szene zugeordnet werden kann. "So wie sich die ÖH Uni Wien konsequent gegen die wöchentliche Versammlung deutschnationaler Burschenschafter vor der Uni Wien einsetzt, so wollen wir auch einen deutschnationalen Burschenschafter in der Hofburg verhindern!", stellt Elisabeth Weissensteiner (KSV-Lili) klar.

Das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien ruft dazu auf, am 22. Mai wählen zu gehen und sich am 19. Mai an der Demonstration gegen Norbert Hofer und die FPÖ zu beteiligen. "Ein großes Zusammenwirken antifaschistischer Kräfte wird notwendig sein, um das Schlimmste, was dieses Land zu bieten hat, von diesem Amt fern zu halten", schließt das Vorsitzteam unisono.

Demonstration gegen Norbert Hofer und die FPÖ
Wann: 19. Mai 2016, 17.30 Uhr
Wo: Heldenplatz, 1010 Wien
Link zur Demonstration:
https://www.facebook.com/events/848696868610442/

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