- 22.04.2016, 12:28:54
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1. Bezirk: Weitere Aufnahmegebäude beim Schottentor werden saniert
Wien (OTS) - Im Vorjahr wurden die Aufnahmegebäude gegenüber der Bank
Austria (Ringinnenseite) zum unterirdischen Verkehrsbauwerk
Schottentor und bei der Schottengasse (Ringaußenseite) von der Stadt
Wien saniert. Ab Montag, 25. April 2016, werden sämtliche verbliebene
Auf- und Abgänge erneuert. Betroffen sind jene zwei Gebäude auf der
Ringaußenseite bei der Hauptuniversität sowie jenes gegenüber auf der
Ringinnenseite. Die Arbeiten werden bis Ende September andauern.
Verkehrsmaßnahmen
Auf Baudauer wird jeweils der von den Umbauarbeiten betroffene
Auf- und Abgang gesperrt. Die Gäste der Wiener Linien werden auf die
verbliebenen Auf- und Abgänge verwiesen. Der FußgängerInnen- und
Radverkehr rund um dieses Gebäude wird aufrechterhalten. Die drei
Aufnahmegebäude werden abwechselnd saniert, deshalb ist immer nur ein
Auf- und Abgang gesperrt.
Details
Die Stadt Wien hat festgestellt, dass die statische Konstruktion
der verglasten Aufnahmegebäude nicht mehr zeitgemäß ist. Auch die
dünnen Glasplatten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Sowohl statische Konstruktion als auch Glasplatten werden jetzt - in
enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt - erneuert, wobei die
ursprüngliche Gestaltung beibehalten wird. Die Ringstraßen-Passagen
verwaltende MA 28 - Straßenverwaltung und Straßenbau hat die MA 34 -
Bau- und Gebäudemanagement mit dem Umbau beauftragt. Die Gesamtkosten
belaufen sich auf rund 1,9 Mio. EUR.
Das "Jonas-Reindl" wurde in den Jahren 1959 bis 1961 im Zuge des
Straßenbahnnetz-Ausbaues errichtet, seitdem wurden lediglich
gebrochene Glasplatten erneuert. 2011 wurden zuletzt die Glasscheiben
mit Zwischenträgern gesichert. Zuvor mussten immer wieder bei
Windgeschwindigkeiten ab 80 km/h die zwei Aufgänge bei der
Schottengasse und dem Schottenring aufgrund ihrer Exponiertheit aus
Sicherheitsgründen gesperrt werden.
Geschichte der "Ringstraßen-Passagen"
Die sogenannten Ringstraßen-Passagen umfassen folgende Bauwerke im
1. Bezirk: Opern-Passage, Schottentor-Passage ("Jonas-Reindl"),
Babenberger-Passage, Bellaria-Passage und Albertina-Passage. Sie
wurden in den Jahren 1955 bis 1964 errichtet und eröffnet. Das
"Jonas-Reindl" wurde ab 1959 im Zuge des Straßenbahnnetz-Ausbaues
errichtet und 1961 durch den damaligen Bürgermeister Franz Jonas
eröffnet.
Nach der Errichtung und Inbetriebnahme der Opern-Passage (1955
-1957), die als erste der Ringstraßen-Passagen errichtet wurde,
wurden aufgrund der positiven Inanspruchnahme durch die
FußgängerInnen weitere Passagen entlang der Ringstraße errichtet.
Diese hatten den ursprünglichen Sinn, den FußgängerInnen die
gefahrlose Querung der Ringstraße zu ermöglichen und diese (infolge
der zunehmenden Motorisierung) verkehrstechnisch zu entlasten.
Als schließlich 1972 die Ringstraße zur Einbahn wurde und die
FußgängerInnen aufgrund des sozialen Wandels nicht mehr unter die
Erde "verbannt" werden wollten, wurden Querungsmöglichkeiten für
FußgängerInnen auf Straßenniveau errichtet. Im Laufe der folgenden
Jahre und Jahrzehnte verloren vor allem die Babenberger- und
Albertina-Passage an Bedeutung. Diese waren nie an ein
Verkehrsbauwerk der Wiener Linien angeschlossen worden und werden
daher seit 2003 bzw. 2009 von der Stadt Wien vermietet. In beiden
Passagen befinden sich heute beliebte Lokale.
Weitere Informationen erhalten Sie auf www.strassen.wien.at und
www.baustellen.wien.at oder auch unter 01/955 59 - Infoline Straße
und Verkehr.
(Schluss) hol
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