- 22.04.2016, 10:06:01
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Rotes Kreuz: Nepal, ein Jahr nach dem Beben
Nach wie vor sind 2,8 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen
Utl.: Nach wie vor sind 2,8 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen =
Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Am 25. April 2015 wurde Nepal von einem
Erdbeben der Stärke 7,8 erschüttert. Ein schweres Nachbeben am 12.
Mai und der folgende Monsun verschlimmerten die Situation der
betroffenen Menschen. 32 der insgesamt 75 Provinzen waren in
Mitleidenschaft gezogen, 14 davon schwer. Fast 9.000 Menschen
starben, mehr als18.000 wurden verletzt und 850.000 Häuser wurden
zerstört.
Das Rote Kreuz steht den Betroffenen seit der Nothilfephase direkt
nach dem ersten Beben bis heute zur Seite. 8.000 Freiwillige des
Nepalesischen Roten Kreuzes waren im Einsatz. Auch das
Österreichische Rote Kreuz entsendete zehn Experten um die Kollegen
vor Ort zu unterstützen.
„Das Rote Kreuz leistete Nothilfe, verteilte Essen, Material und
Werkzeug für den Aufbau von Notunterkünften“, sagt Gerald Schöpfer,
Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. „Wir haben insgesamt
250.000 Menschen finanziell unterstützt, damit sie sich vor dem
Winter Kleidung und Decken kaufen konnten.“ Schöpfer hat sich Anfang
April selbst ein Bild von den Aktivitäten in Nepal gemacht.
„Besonders wichtig ist, dass jetzt der Wiederaufbau rasch
voranschreitet“, sagt der Rotkreuz-Präsident. „Gemeinsam mit den
Schweizer Kollegen hat das Österreichische Rote Kreuz 300 Handwerker
technisch weitergebildet, damit diese neue Häuser erdbebensicherer
bauen können.“
Die nepalesische Regierung hat eine eigene Behörde eingesetzt, die
den Wiederaufbau plant und koordiniert. Diese Behörde stellt derzeit
technische und administrative Richtlinien für den Wiederaufbau
fertig. „Mit der Ausbildung der Handwerker haben wir den Grundstein
für den Wiederaufbau gelegt“, sagt Schöpfer. „Jetzt erwarten wir so
schnell wie möglich grünes Licht von den nepalesischen Behörden,
damit wir von der Nothilfephase in die Wiederaufbauphase übergehen
können und die Familien, die jetzt noch in Notunterkünften leben,
bald neue Häuser beziehen können.“
Weitere Infos unter www.roteskreuz.at
Fotos: http://images.roteskreuz.at/?c=4317&k=fcd144219e
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