- 22.04.2016, 09:53:09
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Diakonie Katastrophenhilfe zum Jahrestag des Erdbebens in Nepal
Wiederaufbau ist noch im Gang
Utl.: Wiederaufbau ist noch im Gang =
Wien/Kathmandu (OTS) - Anlässlich des Jahrestags des schweren
Erdbebens in Nepal zieht die Diakonie Katastrophenhilfe eine
gemischte Bilanz. „Mit Unterstützung der vielen Spenden konnten wir
schnelle und nachhaltige Hilfe leisten und die vom Erdbeben am
meisten betroffenen Menschen mit Lebensmitteln, Saatgut, Planen und
Baumaterial versorgen“, sagt Dagmar Lassmann, Leiterin der Diakonie
Katastrophenhilfe Österreich. „Jetzt geht es darum, gemeinsam mit den
Menschen in Nepal zerstörte Infrastruktur wiederaufzubauen und für
künftige Katastrophen vorzusorgen.“
Mehr als 600.000 Häuser wurden bei den Beben am 25. April und 12. Mai
2015 zerstört. Trümmerberge und Ruinen prägen auch nach einem Jahr
das Bild in vielen Dörfern. Zehntausende Menschen leben noch in
behelfsmäßigen Unterkünften. „Der Wiederaufbau läuft schleppend, die
Herausforderungen sind immens. Viele Wege waren insbesondere in den
Wintermonaten unpassierbar, abgelegene Hochgebirgsdörfer nur mit
Hubschrauber oder Maultieren zu erreichen“, erklärt Lassmann.
Außerdem seien die bürokratischen Hürden hoch. Jedes Bauprojekt müsse
von der staatlichen Wiederaufbaubehörde bewilligt werden. „Das sollte
im Idealfall sicherstellen, dass wirklich erdbebensicher gebaut wird.
Für die Menschen bedeutet es aber sehr lange Wartezeiten, da die
Behörde erst im Januar dieses Jahres ihre Arbeit aufgenommen hat. Wir
hoffen, dass nun keine weiteren Hürden den Wiederaufbau verzögern,“
so Lassmann.
Neue erdbebensichere Häuser in Bau
In den kommenden Monaten unterstützt die Diakonie Katastrophenhilfe
gemeinsam mit lokalen Bauingenieuren betroffene Familien bei der
Errichtung neuer Häuser. Sie erhalten fachgerechte Beratung und
Unterstützung. „Dabei wird auf eine erdbebensichere Bauweise
geachtet, um die Wohnhäuser vor zukünftigen Katastrophen besser zu
schützen,“ betont Dagmar Lassmann. Darüber hinaus werden Maßnahmen
zur Katastrophenvorsorge gesetzt. „Dazu ist es wichtig, die lokalen
Communities zu stärken und gemeinsam mit ihnen
Katastrophenvorsorgepläne zu entwickeln“, sagt Lassmann.
Insgesamt konnten über das internationale Hilfsnetzwerk der Diakonie
Katastrophenhilfe in zwölf Regionen des Landes in den ersten Wochen
nach dem Beben Lebensmittel, Hygieneartikel, Decken und Planen an
rund 400.000 Menschen verteilt werden. Mit der Ausgabe von Wellblech
und Baumaterial konnten 50.000 Familien ihre Häuser reparieren oder
wetterfeste Unterkünfte bauen. Viele Kleinbauern verloren durch das
Beben ihre Ernte. Damit sie noch rechtzeitig während der Regenzeit im
Sommer aussäen konnten, gaben Partner der Diakonie Katastrophenhilfe
an rund 13.000 Familien Saatgut sowie landwirtschaftliches Gerät aus
und stellten somit sicher, dass sich die Menschen schnell wieder
selbst versorgen konnten.
Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für den
Wiederaufbau Katastrophenvorsorge in Nepal
Diakonie Katastrophenhilfe
IBAN: AT85 2011 1287 1196 6333
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