- 22.04.2016, 09:23:19
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GLOBAL 2000: Klimaabkommen historische Chance zur Lösung der Klimakrise
In Österreich muss jetzt das Ziel von 100 Prozent grüner Energie bis 2030 im Ökostromgesetz verankert und der vollständige Ausstieg aus fossiler Energie beschlossen werden.
Utl.: In Österreich muss jetzt das Ziel von 100 Prozent grüner
Energie bis 2030 im Ökostromgesetz verankert und der
vollständige Ausstieg aus fossiler Energie beschlossen werden. =
Wien (OTS) - Heute wird das Klimaabkommen von Paris in New York im
Rahmen einer feierlichen Zeremonie unterzeichnet. Es sieht vor, die
globale Erwärmung auf weit unter 2 °C einzudämmen und Anstrengungen
zu unternehmen, sie auf 1,5 °C zu begrenzen. „Die Unterzeichnung des
Klimaabkommens in New York ist ein historischer Moment. Allen
TeilnehmerInnen muss klar sein, dass das unsere letzte Chance ist,
eine weltweite Klimakrise zu verhindern. Es braucht dafür jetzt neben
der Unterschrift noch entschlossene Taten. In Österreich muss
dringend das Ökostromgesetz angepasst werden, damit das von
Bundeskanzler Faymann und Umweltminister Rupprechter erklärte Ziel,
bis 2030 zu 100 Prozent auf Ökostrom zu setzen, erreicht werden
kann“, erklärt Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von
GLOBAL 2000.
Mehr Klimaschutz, Klimajobs und Wirtschaftsimpulse für Österreich
Die Umsetzung dieses Ziels ist auch der richtige Kurs für Österreich.
Gelingt der weltweite Aus-stieg aus fossiler Energie nicht
rechtzeitig, dann wäre auch Österreich stark betroffen. Schon bei
einer globalen Erwärmung von 2 °C sind in Österreich Klimaschäden von
bis zu 8,8 Mrd. Euro etwa durch zunehmende Hochwasser, Dürren und
Ausfällen im Wintertourismus zu erwarten. Dagegen birgt der Ausbau
erneuerbarer Energie große Chancen: Tausende neue Jobs sind bereits
entstanden und damit verbunden regionale Wirtschaftsimpulse. Und auch
die Strompreise gehen zurück: Laut dem Strompreisindex der
österreichischen Energieagentur liegen die aktuellen Strompreise 18,3
Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. In den letzten zehn Jahren
hat sich der Strompreis sogar um rund 46 Prozent verringert. Ein
wesentlicher Grund für den Preisrückgang ist der Ausbau erneuerbarer
Energien. Einsparmöglichkeiten sieht GLOBAL 2000 hingegen im Bereich
von umweltschädlichen Subventionen. Laut WIFO werden in Österreich
zwischen 3,8 und 4,7 Mrd. Euro an umweltschädlichen Subventionen
gewährt. Eine Lose-Lose Situation für Umwelt und Steu-erzahlerInnen.
„Die Vorwürfe von manchen Seiten, Ökostrom sei zu teuer, sind
haltlos. Wir brau-chen nicht weniger, sondern mehr Klimaschutz, mehr
Klimajobs und die damit verbundenen regio-nalen Wirtschaftsimpulse.
Der Ausbau erneuerbarer Energie ist dafür die richtige Entscheidung.
Tun wir das nicht, wird uns das teuer zu stehen kommen“, stellt
Wahlmüller klar.
Neue parlamentarische Bürgerinitiative „Energiewende für Österreich“
Damit die Energiewende in Österreich umgesetzt wird, hat GLOBAL 2000
gemeinsam mit dem WWF und Greenpeace vor genau einer Woche eine
parlamentarische Bürgerinitiative bei National-ratspräsidentin Doris
Bures eingereicht, die den Weg zum Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas in
Öster-reich weisen soll und konkrete gesetzliche Änderungsvorschläge
vorsieht. Der Ausbau von erneuer-barer Energie und eine massive
Steigerung der Energieeffizienz sind die tragenden Säulen, damit es
gelingen kann bis spätestens 2050 gänzlich ohne fossile Energieträger
auszukommen.
Die Initiative kann ab jetzt auch online auf der Parlamentshomepage
unterstützt werden: http://bit.ly/23JgT5o
Österreichischer Strompreisindex der Energieagentur unter
http://bit.ly/23NiLdw
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