• 20.04.2016, 15:05:54
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SWV - Matznetter: Ein-Personen-Unternehmen sind das neue Gesicht der Wirtschaft

Anliegen der Kleinen in der Wirtschaft wahrnehmen - für bessere soziale Absicherung und mehr Steuergerechtigkeit

Utl.: Anliegen der Kleinen in der Wirtschaft wahrnehmen - für
bessere soziale Absicherung und mehr Steuergerechtigkeit =

Wien (OTS) - „Sie stellen die deutliche Mehrheit der Selbstständigen
in Österreich dar, sie sind das neue Gesicht der Wirtschaft“,
kommentiert Christoph Matznetter, Vizepräsident der Wirtschaftskammer
Österreich (WKÖ) und Präsident des Sozialdemokratischen
Wirtschaftsverbands Österreich (SWV) die jüngst veröffentlichte
WKÖ-Statistik über Ein-Personen-Unternehmen. „Aber leider erfahren
sie noch immer zu wenig Unterstützung, wenn es um soziale
Absicherung, Fördermöglichkeiten und Finanzierungshilfen geht. EPU
muss endlich die Bedeutung eingeräumt werden, die sie verdienen“,
appelliert Matznetter an eine Interessenvertretung, die die Anliegen
der Kleinen in der Wirtschaft auch wahrnimmt.

Matznetter weist auf die zunehmende Weiblichkeit in der
Wirtschaftskammer hin: Knapp die Hälfte der Kammermitglieder sind
Frauen, davon sind die meisten in der Fachgruppe der Personenberatung
und Personenbetreuung (92,8 Prozent) aktiv. „Dabei handelt es sich
Großteils um 24-Stunden-Pflegerinnen. Sie leisten eine unersetzliche
Arbeit für unser Gesundheits- und Sozialsystem und brauchen faire
Arbeitsbedingungen und eine faire Entlohnung.“

Wichtig ist für den SWV-Präsidenten vor allem die soziale
Absicherung, wie das Krankengeld schon ab dem vierten Tag
auszubezahlen, sowie den 20-prozentigen Selbstbehalt abzuschaffen.
„Denn, wenn ein EPU krank ist, kann er auch nicht mehr arbeiten und
Geld verdienen gehen. Dieser Horror vor dem Kranksein muss endlich
ein Ende nehmen.“ Dafür wird der SWV weiter mit Nachdruck kämpfen,
versichert Matznetter.

Weiters führt Matznetter die Steuergerechtigkeit ins Feld: „Es kann
nicht sein, dass der Kaffeesieder in Wien mehr Steuern als das
multinationale Unternehmen in Österreich zahlt. Auf Kapital muss
zumindest der gleiche Anteil wie auf Arbeitsleistung abgeführt
werden.“ Er kritisiert die ungleiche Verteilung der Steuerlast in
Österreich und fordert diese weg von Arbeit hin zu Kapital zu
verlagern.

„Als Interessenvertretung der Wirtschaft liegt jedenfalls der Schluss
nahe, dass die Wirtschaftskammer alle ihre Mitglieder unterstützen
sollte – die Großen, wie auch die Kleinen“, schließt Matznetter.

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