- 20.04.2016, 11:29:45
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E-Control: Neues Vorstandsteam, viele Herausforderungen
Neues Vorstandsteam, viele Herausforderungen – Aktive Gestaltung des europäischen Regulierungsrahmens – E-Control bleibt zentrale Anlaufstelle für Konsumenten

Utl.: Neues Vorstandsteam, viele Herausforderungen – Aktive
Gestaltung des europäischen Regulierungsrahmens – E-Control
bleibt zentrale Anlaufstelle für Konsumenten =
Wien (OTS) - Am 25. März hat das neue Vorstandsduo der E-Control,
Andreas Eigenbauer und Wolfgang Urbantschitsch, seinen Dienst
angetreten. Die Beiden sind für fünf Jahre bestellt und werden in
dieser Zeit gemeinsam die Geschicke der österreichischen
Regulierungsbehörde lenken. In den vergangenen fünfzehn Jahren hat
die E-Control dafür gesorgt, dass es im Strom- und Gasbereich einen
funktionierenden Markt gibt und sich ein mittlerweile durchaus reger
Wettbewerb entwickeln konnte. „Wir freuen uns sehr über unsere neue
Aufgabe als Vorstände der Regulierungsbehörde und sind uns durchaus
bewusst, dass in den kommenden Jahren zahlreiche Herausforderungen
nicht nur auf die Regulierungsbehörde, sondern auf die gesamte
Energiewirtschaft warten.“, betonen die neuen Vorstände der
E-Control, Andreas Eigenbauer und Wolfgang Urbantschitsch, heute,
Mittwoch, auf einem Pressegespräch in Wien. Zwischen dem neuen
Vorstandsduo herrscht ein sehr gutes Einvernehmen, Entscheidungen
werden ausschließlich gemeinsam getroffen, die Abteilungen in der
E-Control werden vorerst nicht thematisch zwischen den Vorständen
aufgeteilt. Derzeit befindet man sich noch in einer
Orientierungsphase, ein Strategieprozess wurde bereits eingeleitet,
auf Basis dessen werden weitere Entscheidungen gefällt. Es gehe
darum, den gesetzlichen Auftrag vor den heutigen Rahmenbedingungen
neu zu interpretieren. Auch der Aufsichtsrat und die
Regulierungskommission wurden neu bestellt. Alle Organe haben in
neuer Zusammensetzung bereits mit der Arbeit begonnen, um im Sinne
der Energiekonsumenten weiterhin positive Schritte im Energiebereich
zu setzen.
Aktive Gestaltung des europäischen Regulierungsrahmens
Viele Entscheidungen, die auch den heimischen Energiemarkt betreffen,
werden international bzw. auf europäischer Ebene gefällt und nicht in
Österreich. „Deshalb ist es unerlässlich, dass die E-Control sich in
internationalen Gremien engagiert, um gehört zu werden. Nur so können
heimische Interessen im internationalen Kontext wahrgenommen
werden.“, so Wolfgang Urbantschtisch.
E-Control bleibt zentrale Anlaufstelle für Konsumenten
Die E-Control hat sich in den vergangenen 15 Jahren als die
Informationsstelle und Serviceeinrichtung für die verschiedensten
Zielgruppen positioniert und etabliert. Das ist für die
Regulierungsbehörde eine essenzielle Aufgabe, ist sie doch vom Gesetz
her verpflichtet, die Konsumenten zu informieren, Preisvergleiche zu
veröffentlichen und über den Tätigkeitsbereich der E-Control
aufzuklären. „Die Konsumentenrechte sind für uns nicht nur
gesetzlicher Auftrag, sondern liegen uns sehr am Herzen. Die
Konsumenten sollen sich darauf verlassen können, dass wir als
unabhängiger Partner für alle Fragen rund um die Themen Strom und Gas
zur Verfügung stehen.“, ist sich Vorstand Urbantschitsch der
Verantwortung im Sinne der heimischen Konsumenten bewusst. Nur gut
informierte Konsumenten können aktiv am freien Energiemarkt
teilnehmen und so von diesem profitieren.
Konsumenten noch mehr Transparenz bieten
Eine der Herausforderungen dabei wird sein, dass der Kunde die
Übersicht behalten kann und die Vergleichbarkeit der Angebote weiter
gegeben ist. Hier wird die E-Control die Entwicklungen künftig weiter
aufmerksam beobachten. „Auch für den Tarifkalkulator, der
Verbrauchern bereits seit 2001 kostenlos den neutralen
Produktvergleich ermöglicht, stellen sich hier neue, technische
Herausforderungen. Bereits seit einiger Zeit wird daher an einem
umfassenden Update gearbeitet, damit sich Haushalte, aber auch KMUs
weiterhin optimal informieren und orientieren können“, erklärt
Urbantschitsch ein zentrales Projekt der kommenden Monate.
Zieldreieck ergänzt um Energieeffizienz und Leistbarkeit
Das Zieldreieck im Energiebereich,
“Versorgungssicherheit-Nachhaltigkeit-Wirtschaftlichkeit“, darf dabei
nicht aus den Augen verloren, sondern soll vielmehr um die Bereiche
Energieeffizienz und Leistbarkeit ergänzt werden. „Wir müssen uns
nicht nur damit befassen, was zu tun ist, damit wir uns auch künftig
auf die sichere Versorgung mit Energie verlassen können, sondern auch
damit, was getan werden kann, damit mit Energie effizienter
umgegangen wird und diese für alle Menschen leistbar bleibt“, so
Vorstand Andreas Eigenbauer.
Befreiungen bei den Ökostromförderkosten neuerlich gestiegen
Die Frage nach der Leistbarkeit von Energie nimmt für Vorstand
Andreas Eigenbauer eine hohe Bedeutung ein. „Strom und Gas müssen
auch für Menschen mit wenig Geld leistbar sein.“ Eigenbauer verweist
darauf, dass sich Haushalte mit geringem Einkommen, etwa Pensionisten
oder Arbeitssuchende, vom Großteil der Ökostromkosten befreien lassen
können. 2015 stieg die Zahl der befreiten Kunden um knapp sechs
Prozent auf rund 123.000. Seit 2012, als die Abwicklung der Befreiung
geändert wurde, stiegen die Zahlen kontinuierlich an. 2013 gab es
108.000 befreite Haushalte, 2014 waren es bereits 116.000. „Immer
mehr anspruchsberechtige Haushalte nutzen ihr Recht auf eine
Befreiung von den Ökostromförderkosten“, betont Eigenbauer.
Zurückzuführen sei das vor allem auf die sehr einfache Beantragung
durch den Kunden. Abgewickelt wird die Befreiung durch die Gebühren
Info Service GmbH (GIS), die auch für die Befreiung von den Rundfunk-
und Fernsehgebühren zuständig ist. „Anspruchsberechtigte können somit
die Befreiung von den Ökostromkosten und den ORF-Gebühren mit einem
einzigen Antrag erledigen. Das ist für die Betroffenen sehr einfach
und unkompliziert.“ Die befreiten Haushalte zahlen maximal 24 Euro
brutto (20 Euro netto) im Jahr für die Ökostromförderkosten. Ein
Durchschnittshaushalt ohne Befreiung zahlte im vergangenen Jahr rund
100 Euro Ökostromkosten, im heurigen Jahr sind es rund 120 Euro
(jeweils inkl. Steuern). „Mit wenig Aufwand konnten Haushalte, die
knapp bei Kasse sind, ihre Stromrechnung im vergangenen Jahr im
Durchschnitt um rund 80 Euro senken.“, betont Eigenbauer.
„Entscheidend für die Leistbarkeit ist die Höhe der Jahresrechnung.“
Neue Netzentgeltstruktur als große Herausforderung
Neben schwer planbarer dezentraler Einspeisung stellen auch die
Themen Smart Metering, Energieeffizienz,
Kostenverursachungsgerechtigkeit, Verbrauchsflexibilität der Kunden
und auch Verteilungsfragen große Herausforderungen für die
Netzentgeltstruktur der Zukunft dar. „Es wird eine zentrale Aufgabe
der E-Control in den kommenden Monaten sein, auf Basis der erwarteten
Stellungnahmen auf den aktuellen öffentlichen Begutachtungsentwurf
eine neue Netzentgeltstruktur zu erarbeiten, die sämtliche
Herausforderungen der Zukunft ausgewogen abdeckt.“, ist sich
Eigenbauer der Veränderung bewusst, die im Bereich der Netztarife zu
bewältigen sein wird. Die aktuellen Regulierungssysteme für Strom-
und Gasnetzbetreiber laufen in den kommenden Jahren aus. Bereits mit
1.1.2017 wird es neue Vorgaben für Gas-Fernleitungsnetzbetreiber
geben und in den beiden darauffolgenden Jahren Aktualisierungen der
Regulierungssysteme für die verbleibenden Netzbetreiber.
Weiter Einsatz für Erhalt der Strompreiszone mit Deutschland
„Wir setzen uns weiter für die Erhaltung der deutsch-österreichischen
Strompreiszone ein und werden unsere Position auch weiterhin aktiv
einbringen. Die Preiszone ist ein Positivbeispiel für
grenzüberschreitenden Stromhandel und erfolgreiche Marktintegration.
Eine Trennung würde zu wirtschaftlichen Nachteilen auf beiden Seiten
führen. Zudem würde eine Aufteilung dem Ziel eines stärker
integrierten EU-Energiebinnenmarkts klar widersprechen.“, betont
Andreas Eigenbauer. Eine Verbesserung würde hingegen ein stärkerer
Ausbau des deutschen Stromnetzes bringen. „Die E-Control unterstützt
natürlich weiterhin parallel die Erarbeitung und Koordination
kurzfristiger Maßnahmen zur Verbesserung der Netzsicherheit. Der
Prozess mit deutschen und anderen benachbarten Partnern zur Erzielung
einer nachhaltigen Lösung wird kontinuierlich weiter geführt.
Gleichzeitig werden jedoch auch rechtliche Mittel gegen die Trennung
der Preiszone an der Grenze weiter verfolgt.“, so Andreas Eigenbauer,
der darauf verweist, dass österreichische Kraftwerke einen wichtigen
Beitrag zur Aufrechterhaltung der gemeinsamen Preiszone und zur
Versorgungssicherheit auch in Deutschland leisten.
Audiostatements von dem Pressegespräch demnächst abrufbar auf
www.o-ton.at
Weitere Pressefotos der neuen Vorstände:
http://press.e-control.at/Media.aspx
Lebenslauf Wolfgang Urbantschitsch:
http://www.e-control.at/wolfgang-urbantschitsch
Lebenslauf Andreas Eigenbauer:
http://www.e-control.at/andreas-eigenbauer
Bild(er) zu dieser Aussendung finden Sie im AOM / Originalbild-Service
sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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