- 20.04.2016, 09:10:11
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GLOBAL 2000: Roadmap für Ausstieg aus fossiler Energie in Österreich gefordert!
Anlässlich der historischen Unterzeichnung des Pariser Klimavertrags in New York muss die österreichische Bundesregierung jetzt initiativ werden.
Utl.: Anlässlich der historischen Unterzeichnung des Pariser
Klimavertrags in New York muss die österreichische
Bundesregierung jetzt initiativ werden. =
Wien (OTS) - Am 22. April findet am „Tag der Erde“ die feierliche
Vertragsunterzeichnung des Klimavertrags in New York statt. Für die
österreichische Bundesregierung wird Umweltminister Andrä Rupprechter
vor Ort sein. Das Klimaabkommen wurde im vergangenen Dezember in
Paris beschlossen und soll das Ende des fossilen Zeitalters
einläuten. Es sieht vor, die globale Erwärmung soweit wie möglich auf
unter 2 °C einzudämmen und Anstrengungen zu unternehmen, sie auf
unter 1,5 °C zu halten. Ab Freitag wird das Abkommen ein Jahr lang
zur Unterzeichnung aufliegen und steht zur Ratifikation für die
Vertragsstaaten bereit. GLOBAL 2000 fasst in einem aktuellen
Hintergrundpapier (anbei attached bzw. zum Download unter
global2000.at/presse) die wichtigsten Inhalte und Herausforderungen
zusammen.
Vor allem sieht GLOBAL 2000 aber jetzt die österreichische
Bundesregierung gefordert, entsprechende Schritte zur Umsetzung der
Energiewende in Österreich zu setzen: „Der Ausstieg aus fossiler
Energie kommt nicht von selbst, die Bundesregierung muss mehr tun,
als in New York eine Unterschrift zu leisten. Es braucht eine
Energiewende-Roadmap für den Ausstieg aus fossiler Energie in
Österreich. Bis spätestens 2050 muss der Umbau des gesamten Energie-
und Wirtschaftssystems gelungen sein. Zahlreiche Studien zeigen, dass
das auch machbar ist. Wir brauchen jetzt Klarheit, wie der Umbau des
gesamten Energiesystems in Richtung erneuerbare Energie und
Energieeffizienz in Österreich aussehen wird. Zusätzlich braucht es
ein Sofortpaket für Klimaschutz in Österreich“, betont Johannes
Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher der österreichischen
Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000.
Roadmap zum Ausstieg aus fossiler Energie für Österreich
Dass der Ausstieg aus fossiler Energie möglich ist, zeigen
mittlerweile zahlreiche Studien. Den Weg dazu soll die
Bundesregierung jetzt in einer Roadmap fixieren. GLOBAL 2000 hat dazu
konkrete Vorstellungen: Ab 2017 sollen beim Neubau und der Sanierung
keine fossilen Heizsysteme mehr eingebaut werden bzw. nur noch in
begründeten Ausnahmefällen. Ab 2020 sollen in Österreich keine
Kohlekraftwerke mehr laufen und der Verkauf von benzin- und
dieselbetriebenen Fahrzeugen muss zu Gunsten von Elektromobilität
stark eingeschränkt werden und in der Folge gänzlich unterbleiben.
Bis 2030 soll dann, wie bereits von Bundeskanzler Werner Faymann und
Umweltminister Andrä Rupprechter angekündigt, Elektrizität zu 100
Prozent aus erneuerbaren Quellen stammen. Mit einer ökologischen
Steuerreform und dem Abbau von umweltschädlichen Subventionen, die
laut einer WIFO-Studie derzeit 3,8 bis 4,7 Milliarden Euro betragen,
soll zudem die Wettbewerbsfähigkeit von sauberer Energie gestärkt
werden. Mit 640 Mio. Euro ist die steuerliche Begünstigung von Diesel
gegenüber Benzin der größte Brocken. „Die Bundesregierung darf beim
Klimaschutz nicht länger Zeit verlieren, sondern muss bei der
Umsetzung der Energiewende jetzt mehr Entschlossenheit zeigen“,
fordert Wahlmüller.
Neue parlamentarische Bürgerinitiative für die Enerigewende in
Österreich eingereicht.
Bereits am Freitag hat GLOBAL 2000 gemeinsam mit dem WWF und
Greenpeace eine parlamentarische Bürgerinitiative bei
Nationalratspräsidentin Doris Bures eingereicht. Sie soll den Weg
zum Ausstieg aus fossiler Energie in Österreich weisen. Die
Initiative kann ab sofort auch online unterstützt werden:
http://bit.ly/23JgT5o
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