- 19.04.2016, 16:13:20
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AK: Ökostromförderung rasch reformieren
Heutige Kritik der Papierindustrie nachvollziehbar – die Zeche für die verfehlte Förderung zahlen vor allem die Hauhalte
Utl.: Heutige Kritik der Papierindustrie nachvollziehbar – die Zeche
für die verfehlte Förderung zahlen vor allem die Hauhalte =
Wien (OTS) - „Die Kritik der Papierindustrie an der Ökostromförderung
ist mehr als nachvollziehbar“, sagt AK Direktor Werner Muhm. Es sei
verfehlt, Ökostromanlagen über fixe Abnahmepreise zu fördern, die
weit über den Marktpreisen liegen. Die Rechnung dafür zahlen die
StromverbraucherInnen, vor allem die privaten Haushalte: Die
Ökostromförderkosten sind innerhalb von fünf Jahren explodiert, von
42 Euro auf derzeit 120 Euro pro Jahr für einen durchschnittlichen
Haushalt – Tendenz steigend. „Es muss endlich die Notbremse gezogen
werden“, so Muhm. „Ich wünsche mir Mut für eine Reform der
Ökostromförderung statt der Befriedigung von Einzelinteressen.“
Vor allem die rohstoffabhängigen Erzeugungsformen der
Stromerzeugung – Biomasse und Biogas – sind nicht nur wirtschaftlich
in Schwierigkeiten, sie zeitigen auch negative Wirkungen, indem sie
Rohstoffe wie Holz oder Futter- und Lebensmittel für die
Stromerzeugung einsetzen, kritisiert Muhm.
Die Arbeiterkammer spreche sich für eine rasche Reform der
Förderung erneuerbarer Energien aus, in deren Mittelpunkt
Investitionszuschüsse stehen und die in eine gesamtwirtschaftliche
Energie- und Klimastrategie eingebettet wird.
„Nur mit einem System, das die Mittel nicht pauschal verteilt,
sondern in kosteneffiziente Technologien lenkt, Innovationen fördert
und Anreize zur Systemintegration schafft, wird der Umstieg auf
erneuerbare Energieträger auch nachhaltig sein,“ sagt Muhm.
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