Österr. Raumordnungskonferenz veröffentlichte ÖROK-Empfehlung Nr. 54: „Risikomanagement für gravitative Naturgefahren in der Raumplanung“

Wien (OTS) - Als Ergebnis eines breiten Erarbeitungsprozesses hat die ÖROK Empfehlungen für den Umgang mit gravitativen Naturgefahren – also Hangmuren, Steinschlag oder Rutschungen – veröffentlicht.

Der Umgang mit Naturgefahren hat in Österreich eine lange Tradition. Verschiedene Entwicklungen in den letzten Jahren wie die dynamische Bevölkerungsentwicklung in vielen Regionen, die Ausdehnung des Siedlungsraums, die intensive Nutzung von Infrastrukturkorridoren oder die Auswirkungen des Klimawandels führten allerdings zu einer zunehmenden Bedeutung gravitativer Naturgefahren (sprich:
„Naturgefahren am Hang“) und geogener Baugrundsrisiken. Damit stieg der Bedarf an einem integrierten Risikomanagement auch für diese Gefahrenarten, denn ein vergleichbares System wie beim Hochwasser hat sich in Österreich bislang noch nicht etabliert.

Das Risikomanagement für gravitative Naturgefahren braucht das Zusammenwirken aller Gebietskörperschaften (Bund, Länder, Gemeinden) sowie verschiedener Fachbereiche (Geologie, Wildbach- und Lawinenverbauung, Raumplanung,...). Deswegegen beschlossen die Mitglieder der ÖROK, die Grundlagen auf Ebene der Österreichischen Raumordnungskonferenz auszuarbeiten. Die Österreichische Raumordnungskonferenz (ÖROK) ist eine von Bund, Ländern, Städten und Gemeinden gemeinsam getragene Einrichtung, die Fragen der Raumordnung auf gesamtstaatlicher Ebene koordiniert. Eine grundlegende Verankerung findet dieser Bereich auch im Österreichischen Raumentwicklungskonzept 2011 (ÖREK 2011).

Unter der Federführung des Bundesministeriums für Land und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (Wildbach- und Lawinenverbauung) sowie der Geologischen Bundesanstalt und unter Beteiligung von Ländern, Gemeinden, Infrastrukturträgern, Universitäten und Fachinstituten wurden zunächst umfassende Grundlagen erstellt (siehe ÖROK-Schriftenreihe Nr. 193 „Risikomanagement für gravitative Naturgefahren in der Raumplanung“ der gleichnamigen ÖREK-Partnerschaft, bestellbar via Email an:
oerok@oerok.gv.at).

Im Anschluss arbeitete eine Redaktionsgruppe unterstützt durch die Expertise von Univ. Prof. Dr. Arthur Kanonier (Technische Universität Wien) die wesentlichsten Leitlinien in Form einer „ÖROK-Empfehlung“ aus. Diese wurde von den ÖROK-Mitgliedern auch auf politischer Ebene beschlossen und liegt nun als Broschüre mit ergänzenden Artikeln und Beispielen vor, siehe: ÖROK-Empfehlung Nr. 54 „Risikomanagement für gravitative Naturgefahren in der Raumplanung“; www.oerok.gv.at oder
http://www.oerok.gv.at/index.php?id=821.

Weitere Informationen z.B.: www.bmlfuw.gv.at, www.naturgefahren.at, www.geologie.ac.at

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MMag. Elisabeth Stix,
ÖROK-Geschäftsstelle
Ballhausplatz 1, 1014 Wien
Telefon: +43 (1) 535 34 44
E-Mail: oerok@oerok.gv.at

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