- 19.04.2016, 09:45:05
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ÖAMTC: Trend zu Automatentankstellen
Immer mehr Tankautomaten in Österreich
Utl.: Immer mehr Tankautomaten in Österreich =
Wien (OTS) - Ende 2015 standen den Autofahrern österreichweit 2.641
öffentlich zugängliche Tankstellen zur Verfügung. 666 davon – also
etwa ein Viertel – waren mit Tankautomaten ausgerüstet, Tendenz
steigend. "Der Trend zur Automatentankstelle hat sich in Österreich
im Vergleich zu anderen Ländern eher langsam entwickelt", so
ÖAMTC-Verkehrswirtschaftsexpertin Elisabeth Brandau. "Derzeit ist
aber zu beobachten, dass immer mehr Tankstellenbetreiber zumindest
optional die Möglichkeit zur vollständigen Selbstbedienung bieten und
immer mehr Autofahrer das Angebot auch nutzen – meistens aufgrund des
geringeren Spritpreises und der unbeschränkten Öffnungszeiten."
Günstiges Tanken als Vor-, fehlendes Service als Nachteil
Die ÖAMTC-Beobachtung der Spritpreise zeigt, dass der Kraftstoff
an Automatentankstellen tendenziell weniger kostet als bei
Tankstellen mit Personal. "Die Differenz zwischen den teuersten und
günstigsten Tankstellen liegt in Österreich bei knapp 40 Cent pro
Liter. Stationen mit Tankautomaten sind großteils im unteren
Preissegment zu finden", erklärt die ÖAMTC-Expertin.
770 von 1.000 Personen, die im Rahmen einer Marketagent-Umfrage im
Auftrag des ÖAMTC im März 2016 befragt wurden, gaben an, dass sie
beim Tanken auf den Preis achten. Daher werden Automatentankstellen
immer beliebter. 11 Prozent der Befragen tanken immer am Automaten,
32 Prozent häufig, 22 Prozent gelegentlich und 20 Prozent selten. Als
Hauptgrund wird mit mehr als 60 Prozent der günstige Kraftstoffpreis
genannt, gleich danach die Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit. Auch die
Tatsachen, dass man nicht bei der Kassa warten muss und der
Tankvorgang schneller erledigt ist, wurden als Vorteile genannt.
Nur 16 Prozent tanken nie bei Automaten. Als Grund wird dabei oft
angegeben, dass es keine Automatentankstelle in der Nähe gibt. Andere
Gründe sind beispielsweise, dass man nicht mit Karte zahlen möchte,
es keine Personalunterstützung und Serviceangebote gibt und man
Bedenken wegen der verloren gegangenen Arbeitsplätze hat.
Achtung beim Bezahlen
Besondere Aufmerksamkeit ist beim Bezahlvorgang geboten. "In
Österreich, aber auch in anderen Ländern, 'reservieren' viele
Betreiber einen bestimmten Betrag auf dem Konto, um sich abzusichern.
Meist sind das 120 bis 130 Euro", so Brandau. Der Kunde steckt seine
Karte in den Automaten und gibt den Pin-Code ein, der Automat
überprüft, ob der "Reservierungsbetrag" verfügbar ist und reserviert
diesen. "Die Höhe des Sicherheitsbetrages hängt aber nicht mit der
tatsächlichen Tank-Summe zusammen. Das heißt, auch wenn man nur um 30
Euro getankt hat, ist ein wesentlich höherer Betrag reserviert. Man
kann also unter Umständen für ein paar Tage nicht in vollem Umfang
über sein Konto verfügen", erklärt die ÖAMTC-Expertin. Hinweise auf
diese international übliche "Vorautorisierung" sind an den
Tankautomaten nicht immer sofort ersichtlich.
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