• 18.04.2016, 15:57:31
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FPÖ-Leyroutz: Stellungnahme zu Stadtwerke-Honorar

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen unbekannte Täter wird begrüßt

Utl.: Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen unbekannte Täter
wird begrüßt =

Klagenfurt (OTS) - Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft gegen
unbekannte Täter wird von FPÖ-Klubobmann Mag. Christian Leyroutz
ausdrücklich begrüßt. „Ich vertraue der Justiz und bin überzeugt
davon, dass so meine Rehabilitation am schnellsten von statten gehen
kann“, so Leyroutz.

Die rufschädigenden medialen Berichte der letzten Tage veranlassen
FPÖ-Klubobmann Mag. Christian Leyroutz zu folgender Klarstellung:

1) Faktum ist, dass mit dem Rückkauf von 49% der Energie Klagenfurt
durch die STW AG ein für Klagenfurt verantwortungsvoll durchgeführtes
Geschäft, mit einem äußerst positiven Ergebnis, abgewickelt werden
konnte. Bekannt ist, dass die Stadtwerke Klagenfurt 49% der Anteile
ursprünglich um € 130 Mio. an die Verbund AG veräußert haben. Der
Rückkauf konnte nur deswegen erfolgreich abgewickelt werden, weil vom
damaligen Vorstand der Stadtwerke gemeinsam mit mir eine strategische
Gesamtplanung entwickelt wurde und zum positiven Abschluss des
Verkaufsvorganges, erhebliche Vorarbeiten und Planungen erforderlich
waren.

2) Vor dem Hintergrund, dass von der damaligen Kärntner
Landesregierung und der Landespolitik eine sogenannte Kärntner
Energielösung angestrebt wurde und die Kelag in Verkaufsverhandlungen
mit dem Verbund eingetreten ist, mussten die von der STW AG geführten
Vorarbeiten und Strategieüberlegungen unter größter Geheimhaltung und
Vertraulichkeit abgeführt werden. Eine Kooperation zwischen der Kelag
und der STW AG hätte zu nachteiligen Auswirkungen für die STW AG, die
Energie Klagenfurt und in weiterer Folge für Klagenfurt geführt.

3) Es war für uns vorrangig, dass es in der EKG und STW AG

• zu keinen Verlusten von Arbeitsplätzen kommt,
• dass die Energie Klagenfurt ausschließlich in Kärntner Hand bleiben
soll,
• die regionale Identität der EKG zu erhalten war
• und es unter keinen Umständen zu Verlusten für die Umfeldindustrie
kommen darf.

Ausgehend von diesen Risiken standen die Stärken und Chancen des
Rückkaufes gegenüber, welche insbesondere:
• in der Eigenständigkeit,
• der langfristigen Absicherung der STW Gruppe,
• der Steigerung des Unternehmenswertes verbunden mit der Erhaltung
von Arbeitsplätzen
• und eines 100%igen Barmittelzuflusses aus der 100% Dividende der
EKG für die STW AG waren.

4) Die gesamte Belegschaft der STW AG war darüber hinaus für einen
Rückkauf der Anteile an der Energie, was zu einer hohen
Mitarbeitermotivation nach Außen geführt hat.

5) Basierend auf ein Wirtschaftsprüfungsgutachten von Ernst & Young,
das einen Unternehmenswert (der 49% Beteiligung an der Energie
Klagenfurt GmbH zum 31.12.2002) in einer Wertbandbreite von € 86,7
Mio. bis € 96,4 Mio. ergeben hat, wurde ein Kaufpreis von € 65 Mio.
für diese Anteile für einen Rückkauf als äußerst positiv betrachtet
und von uns auch entsprechend in diese Richtung verhandelt.

6) Unbestritten ist, dass mit dem Rückkauf der 49% Anteile genau die
von uns bewerteten Chancen ergriffen und verwirklicht werden konnten.

7) Der Gewinn der Energie Klagenfurt konnte im Jahr 2015 auf € 12
Mio. gesteigert werden und kommt ausschließlich der STW AG bzw. der
Stadt Klagenfurt zu Gute.

8) Die Beauftragung und Mandatierung erfolgte gesetzeskonform mittels
einstimmigen Aufsichtsratsbeschluss und wurde entsprechend dem
Aktiengesetz abgewickelt.

9) Alle, die von mir in meiner Rechnung abgerechneten Leistungen
wurden erbracht, mit Rechnung vom 20.12.2012 abgerechnet und
selbstverständlich mit Leistungsverzeichnis an die STW AG
übermittelt. Die Abrechnung erfolgte, wie zwischen dem Vorstand und
mir vereinbart, auf der Basis einer Bemessungsgrundlage von € 25
Mio., von vorne herein jedoch der Höhe nach oben gedeckelt mit 0,2%
des Transaktionsvolumens von € 65. Mio. sohin in einer Gesamtsumme
von € 130.000,00 an Kosten.

10) Neben den im Leistungsverzeichnis angeführten Leistungen hat es
eine Vielzahl von weiteren zu verrechnenden Leistungen gegeben,
welche jedoch aufgrund der von vorn herein vereinbarten Deckelung gar
nicht mehr angeführt wurden.

11) Die Stadtwerke Klagenfurt AG hat bestätigt, dass entgegen den
Medienberichten die Honorarnote und das Leistungsverzeichnis korrekt
übermittelt und auch die Abrechnung korrekt entsprechend der
Vereinbarung erfolgt ist.

12) Diese Vorgehensweise wurde auch durch den internen
Revisionsbericht der STW Klagenfurt AG bestätigt.

Ich bin für vollständige Transparenz in der Aufklärung und begrüße
daher die Einleitung des Ermittlungsverfahrens durch die
Staatsanwaltschaft, da hier auf schnellst möglichem Wege den
Skandalisierungsversuchen begegnet wird.

Mag. Christian Leyroutz
FPÖ Klubobmann

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