- 18.04.2016, 11:25:21
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„Universum“-Expedition auf die „Insel der Pinguine“
Am 19. April um 20.15 Uhr in ORF 2
Utl.: Am 19. April um 20.15 Uhr in ORF 2 =
Wien (OTS) - Wie ein Fels in der Brandung ragt mitten im Südpolarmeer
östlich von Argentinien ein Gebirge aus dem Wasser: Südgeorgien. Die
gefürchteten Stürme der Antarktischen See prallen hier auf 3.000
Meter hohe Bergrücken. Vor der Küste treiben riesige Eisberge,
Nebelbänke bilden sich innerhalb von Minuten, mehr als die Hälfte der
Insel liegt unter Eis. Südgeorgien scheint unwirtlich und
lebensfeindlich. Doch das Gegenteil ist der Fall: Die Gewässer der
Inselgruppe sind äußerst artenreich. Sie sind das Lebenselixier der
großen Tierkolonien Südgeorgiens: Millionen Königs- und
Gelbschopfpinguine, Tausende Seeelefanten sowie mehr als drei
Millionen Seebären drängen sich an den Stränden und bevölkern
verlassene Walfangstationen und Schiffswracks, wie die
„Universum“-Dokumentation „Insel der Pinguine“ der beiden Naturfilmer
Roland Gockel und Rosie Koch am Dienstag, dem 19. April 2016, um
20.15 Uhr in ORF 2 zeigt.
Über fünf Jahre lang sammelten sie für die Koproduktion von NDR und
ORF mit viel Geduld ungewöhnliche Bilder aus der Brutkolonie der
Königspinguine, filmten aus dem Helikopter, mit an Drohnen
befestigten Minikameras und setzten aufwendige Kranfahrten ein, um
den Zauber der Insel und seiner riesigen Tierkolonien am Rande der
Antarktis einzufangen:
Seebären, Seeelefanten und Pinguine profitieren vom Zirkumpolarstrom,
einer kalten Meeresströmung. Mit diesem Strom gelangen im Sommer
Fische, Tintenfische und andere Meerestiere dicht vor die Küste. Im
kurzen Sommer ziehen die Königspinguine in riesigen Kolonien ihre
Küken groß. Die jungen Pinguineltern sind dabei gefordert: Sie müssen
mit dem extrem rauen Klima zurande kommen und ihren Nachwuchs vor den
hungrigen Raubmöwen schützen. Die Königspinguinküken wachsen, von
ihren Eltern gut bewacht, rasch heran. Wenn im Herbst dann die ersten
Stürme aufziehen, verlassen die meisten Tiere Südgeorgien und folgen
ihrer Nahrung in weit entfernte Regionen des Ozeans. Die erwachsenen
Königspinguine brechen ebenfalls auf – doch ihr Nachwuchs ist noch
nicht so weit. Den gesamten Winter über bleiben die Küken, die noch
ihr wasserdurchlässiges Jugendgefieder tragen, in der Kolonie zurück.
Mit einer dicken Fettschicht ausgestattet sind sie bereit, die
nächsten Monate auf der Insel auszuharren. Dicht gedrängt stehen die
Küken beieinander und warten auf die Rückkehr ihrer Eltern im
nächsten Frühjahr. Erst im darauffolgenden Herbst werden sie dann
imstande sein, selbst ins Meer hinauszuschwimmen und so wie alle
Tiere, die hier geboren wurden, eines Tages zurückzukehren – ins
Inselreich der Königspinguine.
Jahrzehntelang war der größte Feind der Tiere Südgeorgiens der
Mensch. Vom Ende des 18. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre hatte
die Wal- und Robbenjagd für die Insel große wirtschaftliche
Bedeutung, im 20. Jahrhundert wurden Zehntausende Wale zu Fett
verarbeitet. Pinguine dienten als „Brennstoff“ für die Kessel der
Trankocher. Heute erinnern nur noch Industrieruinen und Strände
voller Knochen an diese Zeit. Die Geisterstädte sind
„Abenteuerspielplatz“ für Hunderte kleine Seebären und begehrte
Unterkunft für Seeelefanten die hier, vor Wind und Wetter geschützt,
ihren Fellwechsel erdulden.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als
Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der
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