Hundstorfer: Kandels Unterstützung ist besondere Auszeichnung – „Werde sehr aktiv gegen Populimus auftreten“

„Möchte ein Bundespräsident sein, der aktiv mitwirkt, im Gestalten, im Brücken bauen, im Gräben zumachen“

Wien (OTS/SK) - Starken Rückenwind von Medizin-Nobelpreisträger Univ. Prof. Eric Kandel erhielt Bundespräsidentschaftskandidat Rudolf Hundstorfer Freitag Abend. Kandel, der im Jahre 2000 für seine Entdeckungen betreffend der Signalübertragung im Nervensystem mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurde, hat sich dem Personenkomitee für Rudolf Hundstorfer angeschlossen. Hundstorfer betonte, er sehe es als „besondere Auszeichnung“, dass Kandel nach Wien gekommen sei und seinen Wahlkampf unterstütze, es sei „aber auch eine Herausforderung, diesen Ansprüchen Genüge zu tun“. Denn Kandel sei jemand, „bei dem es nötig war, ihn mit seinem Land zu versöhnen“. ****

Hunstorfer erinnerte daran, dass Kandel im neunten Lebensjahr Österreich verlassen musste und schloss daran die Versicherung: „Ich möchte und werde sehr aktiv gegen alles auftreten, was Extremismus ist.“ In dem Zusammenhang sprach sich Hundstorfer auch klar gegen die gestrige Stürmung einer Jelinek-Aufführung von Flüchtlingen durch rechtsextremne Identitäre aus. Hundestorfer kam zu dem Schluss: „Wir müssen sehr wachsam sein.“ Denn das, was sich damals in den 30er Jahren abgezeichnet hat, sei zuerst von vielen noch belächelt worden.

„Populisten haben es immer einfach“, betonte Hundstorfer. Denn sie würden keine Antworten geben auf die Probleme und Herausforderungen. „Die Antwort ist in der Regel kompliziert, aufwändig, bedarf sehr vieler Arbeit“, konstatierte Hundstorfer und fügte hinzu: „Da möchte ich mitwirken. Ich möchte ein Bundespräsident sein, der aktiv mitwirkt, im Gestalten, im Brücken bauen, im Gräben zumachen, nicht neu aufreißen – auch wenn das manchmal sehr komplex ist.“

Hundstorfers abschließende Worte des Danks vor der Überleitung zu Eric Kandel galten den beiden Veranstaltern dieses Abends, der PR-Beraterin Susanne Havel und dem Univ. Prof. und Unternehmer Michael Havel.

Kandel führte kurz aus, warum es seiner Überzeugung nach so wichtig ist, dass Rudolf Hundstorfer der nächste Bundespräsident wird. Der Nobelpreisträger spannte den Bogen über seine persönliche Lebensgeschichte und betonte, dass es sehr schwierig für ihn war, Wien 1939 zu verlassen, es aber eine große Freude für ihn sei, heute hier zu sein. Kandel erinnerte an die Medizingeschichte und die große Bedeutung des AKH als Universitätsklinikum. Es sei seiner Ansicht nach in modernen Zeiten Heinz Fischer zu verdenken, dass viel für die Wissenschaft in Österreich getan wurde und für die Bildungschancen der Arbeiter. Der logische nächste Bundespräsident müsse daher Rudolf Hundstorfer sein.

Unter den zahlreichen Gästen befanden sich u.a. Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser, SPÖ-Klubobmann Andreas Schieder, die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely, die Sängerin, Schauspielerin, und Musikmanagerin Marika Lichter, der Physiker und Kabarettist Werner Gruber, sowie viele und hochrangige VertreterInnen der Wiener Ärzteschaft und des medizinischen Bereichs.(Schluss) up

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