Steinhauser: Nazi-Methoden der rechtsextremen Identitären – FPÖ muss sich distanzieren

Gruene: Für Korun ermutigt Rechtsruck rassistische Identitäre

Wien (OTS) - „Die rechtsextremen Provokationen der sogenannten Identitären werden immer mehr zum Problem. Nach Angriffen auf DemonstrantInnen und einer Besetzungsaktion der Grünen Parteizentrale in Graz, wurde gestern eine Theateraufführung von Flüchtlingen im Wiener Audimax durch diese Gruppe gestürmt. Gezielte Aktionen wie Saalstürmungen sind Methoden, die man aus der Zeit des Nationalsozialismus kennt“, regierte der stellvertretende Klubobmann der Grünen, Albert Steinhauser, auf die jüngsten Störaktionen der Identitären gestern Abend in Wien. Das Aggressionspotential dieser Personen hat für Steinhauser in den letzten Monaten sichtbar zugenommen. „Ich weiß aber aus persönlichen Gesprächen, dass sich die Polizei dieses Problems bewusst ist“, rechnet der Grüne mit einer klaren Reaktion der Sicherheitsbehörden.

Für die Grüne Menschrechtssprecherin Alev Korun ist es inakzeptabel, dass inzwischen Theatervorstellungen von diesen Rassisten gestürmt werden, weil Sorgen von Flüchtlingen auf der Bühne thematisiert werden und Flüchtlinge in einem Theaterstück mitspielen. “Die rassistischen Identitären versuchen Flüchtlinge und Menschen, die ihnen beistehen, einzuschüchtern. Offensichtlich werden diese Rassisten von dem massiven Rechtsruck in der Politik, die Flüchtlinge ständig als 'Problem' darstellt, ermutigt. Da kann man nur sagen:
Wehret den Anfängen! Wir werden als DemokratInnen und AntifaschistInnen nicht zulassen, dass Menschen in Österreich aufgrund ihrer Herkunft wieder Angst vor Verfolgung und körperlicher Gewalt haben müssen“, stellt Korun klar.

Steinhauser sieht aber auch FPÖ-Chef Strache in der Pflicht. Immer wieder sind personelle Verbindungen zwischen den gewaltbereiten Identitären und der FPÖ sichtbar geworden. „Die FPÖ muss eine klare Trennlinie ziehen und sich distanzieren. Bisher ist das gar nicht oder nur halbherzig erfolgt“, betont Steinhauser und fordert klare Worte von der FPÖ ein.

Rückfragen & Kontakt:

Grüner Klub im Parlament
+43-1 40110-6697
presse@gruene.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | FMB0001