- 14.04.2016, 10:46:41
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Falschparker-Warnsystem: 2. Test in der Josefstadt startet
Ab Mitte April zweiter Standort für Falschparker-Erkennung in der Blindengasse
Utl.: Ab Mitte April zweiter Standort für Falschparker-Erkennung in
der Blindengasse =
Wien (OTS) - Die Wiener Linien weiten den Test ihres
Falschparker-Warnsystems ab Mitte April auf einen zweiten Standort
aus. Im 8. Bezirk, im Bereich Blindengasse 2 bis 8, wird eine
elektronische Hinweistafel aufgestellt, die PKW-Lenker darauf
aufmerksam machen soll, wenn ihr Auto zu nahe an den Gleisen parkt
und damit die Straßenbahn blockiert. Rund 40 Falschparker sorgen pro
Jahr an dieser Stelle für Verspätungen und Fahrtbehinderungen bei der
Straßenbahnlinie 5. Der Test ist für sechs Monate anberaumt.
Freie Fahrt für die Straßenbahn
„Freie Fahrt für die Öffis ist uns im Sinne der Fahrgäste ein
zentrales Anliegen. Mit diesem innovativen Warnsystem wollen wir an
diesem Falschparker-Hotspot die Zahl der Fahrtbehinderungen
reduzieren, die für Verzögerungen und viel Ärger bei den Fahrgästen
sorgen“, erklärt Öffi-Stadträtin Ulli Sima. Seit Jänner läuft bereits
in der Döblinger Hauptstraße ein Test dieses
Falschparker-Warnsystems.
2015 verzeichneten die Wiener Linien fast 2.200 Falschparker, die
Straßenbahnen und Autobusse blockierten. „Nicht nur für die Wiener
Linien, sondern vor allem für die Fahrgäste, sind Fahrtbehinderungen
wegen schlecht geparkter Autos ein Ärgernis“, so
Wiener-Linien-Geschäftsführer Eduard Winter. Binnen kurzer Zeit
können mehrere tausend Fahrgäste betroffen sein. Die Behebung der
Störung dauert mitunter bis zu 40 Minuten. Bereits wenige Zentimeter,
die ein Auto zu nahe am Gleis bzw. ungenau parkt, reichen aus, um
Straßenbahn oder Bus an der Weiterfahrt zu hindern.
Forschungsprojekt soll Falschparker aufmerksam machen
In einem gemeinsamen Forschungsprojekt mit dem AIT und der Firma SLR
wurde eine Software weiterentwickelt, die zu nah an den Gleisen
geparkte Autos mittels Sensor erkennt und dann optische Warnsignale
abgibt. Autofahrer werden mittels optischen Signalen darauf
hingewiesen, genau einzuparken. Ein erster Test dazu fand bereits
2013 statt, seither wurde die Erkennung der falsch geparkten Autos
weiterentwickelt und wird nun weiter getestet.
Falschparken ist kostspielig
Auf Falschparker kommen erhebliche Kosten zu. Neben einer
Verwaltungsstrafe sind auch Kosten für den Einsatz von Feuerwehr
(Stundensatz ca. 220 Euro) oder Abschleppdienst vom Verursacher
selbst zu tragen. Hinzu kommen Überstundenkosten des Personals der
Wiener Linien. Insgesamt kann sich Falschparken rasch auf einige
hundert Euro summieren.
Bilder unter www.bildstrecke.at
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