Grüne/Johann: Aus dem Winterschlaf erwacht, Herr Ragger?

Polemik von Ragger betreffend Natura 2000 entbehrt jeglicher Grundlage

Klagenfurt (OTS) - „Landesrat Ragger ist offenbar gerade aus dem Winterschlaf erwacht, und wundert sich, dass sich die Erde inzwischen weitergedreht hat“, kommentiert LAbg. Michael Johann die heutige Wortmeldung des freiheitlichen Landesrats zur Natura-2000-Ausweisung.

Die Aussagen von Ragger sind in mehrfacher Hinsicht unrichtig, und zeigen, dass er bei entscheidenden Regierungssitzungen physisch oder geistig nicht anwesend war: „Die Fristerstreckung zur Ausweisung der von der EU eingemahnten Natura-2000-Gebiete wurde bereits mehrfach erstreckt und ist Ende Dezember 2015 endgültig ausgelaufen. Wir sind also bereits in der Nachspielzeit. Dass wir so spät dran sind, liegt vor allem am damaligen freiheitlichen Naturschutzreferenten Uwe Scheuch, der nichts weitergebracht hat“, so Johann.

„Das Gesamtgutachten zur Ausweisung der 40 neuen Natura-2000-Gebiete wurde der Kärntner Landesregierung bereits vor einem halben Jahr zur Kenntnis gebracht, Ragger hat sich damals nicht bemüßigt gefühlt, dazu Stellung zu beziehen“, sagt Johann und erklärt weiter: „Die vor drei Wochen beschlossene Studie, auf die sich Ragger bezieht und in der Regierung beschlossen wurde, betrifft ein österreichweites Biodiversitätsmonitoring, das mit der Natura- 2000-Ausweisung nichts zu tun hat.“

Johann: „Von überfallsartiger Ausweisung kann nicht die Rede sein, weil sich die Vorgangsweise an den einstimmigen Landtagsbeschluss des Jahres 2015 hält, die Grundbesitzer frühestmöglich zu informieren. Wenn ersichtlich wird, dass ein Grundeigentümer von einem Natura-2000-Gebiet betroffen sein könnte, wird dieser vom Amt der Kärntner Landesregierung schriftlich informiert, zusätzlich gab es mehrere Informationsveranstaltungen. Derzeit werden die Stellungnahmen bearbeitet, bevor die Gebiete nach Brüssel gemeldet werden.“

„Das wesentliche Schutzgut in den Ossiacher Tauern sind Buchenwälder, diese werden durch Kletterer und Mountainbiker (sofern sich diese an die freigegebenen Radwege halten) nicht beeinträchtigt. Die „großen Ängste“ des Herrn Ragger sind daher völlig unbegründet“, schließt Johann.

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