Finale der „Universum“-Serie „Auf der Lauer – Die unglaublichen Strategien der Tiere“

„Jagd in der Tiefe“ am 12. April um 20.15 Uhr in ORF 2

Wien (OTS) - Mehr als zwei Drittel der Erdoberfläche sind von Ozeanen bedeckt. Und doch wissen wir wenig über den größten Lebensraum der Welt und die Lebensbedingungen seiner Bewohnerinnen und Bewohner. Fest steht: Raubtiere über und unter der Meeresoberfläche müssen viel Zeit aufwenden, um Nahrung überhaupt erst einmal ausfindig zu machen. Jagen heißt suchen, lange bevor es Zeit ist für die eigentliche Verfolgung. Oft ist die Beute gut getarnt und schnell. Deshalb brauchen die Angreifer nicht nur spezielle Fähigkeiten, sondern auch viel Geduld – und die Hilfe ihrer Konkurrenz. Man könnte meinen: Die Welt im und am Meer steht Kopf. Da gibt es Fische, die Hunderte Meter weit fliegen können, und Vögel, die wendiger tauchen als viele Fische. Die unendlichen Weiten der Ozeane fordern spezielle Strategien – von Jägern wie von Gejagten. „Jagd in der Tiefe“, der siebente, von Hugh Pearson gestaltete Teil der neuen „Universum“-Reihe „Auf der Lauer – Die unglaublichen Strategien der Tiere“ (deutsche Bearbeitung: Doris Hochmayr), zeigt am Dienstag, dem 12. April 2016, um 20.15 Uhr in ORF 2 in eindrucksvoller Weise, auf welche Strategien die Raubtiere der Ozeane zurückgreifen. Dank modernster Kameratechnik wird im letzten Teil des BBC-Siebenteilers deutlich, dass die Tiefsee ein Jagdrevier mit eigenen Spielregeln ist.

Hochseefischen ohne nass zu werden? Das ist die Spezialität des Fregattvogels. Um satt zu werden, braucht er allerdings Hilfe von Meeresjägern unter Wasser. Wo etwa Goldmakrelen eine spezielle Hornhecht-Art, jagen, sind Fregattvögel zur Stelle. Denn der kleine Schwarmfisch entkommt den Goldmakrelen nur, indem er das Element wechselt – und fliegt. Dank spezieller Flossen kann er Hunderte Meter durch die Lüfte gleiten. Sehr zur Freude der Fregattvögel, denen die Brise das Futter förmlich in den Schnabel weht. Jagen in Zeitlupe ist das Markenzeichen des größten Jägers der Welt: des Blauwals. Die Wintermonate hindurch fastet der bis zu 30 Meter lange Meeressäuger, um im Sommer in polaren Gewässern Krill zu fischen. Mehr als drei Tonnen der millimeterkleinen Krebstiere passen täglich in seinen Magen. Der Blauwal braucht sich beim Fressen nicht zu hetzen, denn Krill zählt zum Plankton, das seine Schwimmrichtung nicht selbst bestimmen kann. Der Sargassofisch ist kein wendiger Schwimmer. Er macht sich daher auch nicht auf die Suche nach Beute, sondern wartet, bis die Beute zu ihm kommt. Seine gesamte Lebenszeit verbringt er in Golftang, einer Braunalgen-Art, die an der Meeresoberfläche treibt. Der Tang ist ein beliebtes Versteck für schutzsuchende Jungfische. Dank Mimikry ist der lauernde Sargassofisch ebendort quasi unsichtbar: Der Fisch imitiert in Form und Farbe exakt sein Zuhause. Damit seine Tarnung nicht auffliegt, darf er sich jedoch kaum bewegen und ist darauf angewiesen, dass die Fische nah genug vor sein Maul schwimmen.

Der Herausforderung der schier endlosen Ausdehnung der Weltmeere begegnen die Jäger der Ozeane mit ihren gut ausgeprägten Sinnen. Echoortung und hervorragender Geruchssinn helfen beim Aufspüren von Beute, lange bevor sie in Sichtweite ist. Riesige Fischschwärme können sich schwer verstecken. Sie schützen sich mit Hilfe von „Schwarmintelligenz“. Die exakte Gegenreaktion im Verbund auf jede Bewegung der Angreifer macht Schwarmfische im wahrsten Sinne des Wortes ungreifbar. Es gibt aber auch Jäger, die kaum eine Chance auf einen vollen Magen haben. Für sie lautet das Schlüsselwort:
Kooperation. Verschiedene Raubtierarten mit unterschiedlichen Stärken bilden Jagdgemeinschaften, um etwa großen Sardinenschwärmen Herr zu werden. Seelöwen jagen Seite an Seite mit Haien, Thunfischen und Delfinen. Unterstützung kommt von oben, von den Sturmtauchern. Diese Vögel manövrieren unter Wasser wendiger als jeder Fisch. Attackiert von allen Seiten nutzt den Sardinen auch der Schutz im Schwarm wenig.

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand abrufbar und wird auch als Live-Stream auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) angeboten.

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