• 11.04.2016, 11:05:18
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Forschung – BMVIT rückt Hightech-Segment verstärkt in den Fokus

BMVIT, AIT und FFG erarbeiten spezielles Förderkonzept - Klug und Androsch wollen heimischer Industrie den Rücken stärken

Utl.: BMVIT, AIT und FFG erarbeiten spezielles Förderkonzept - Klug
und Androsch wollen heimischer Industrie den Rücken stärken =

Wien (OTS) - Das Infrastrukturministerium wird in Zukunft verstärkt
Forschung im Hightech-Bereich fördern. Das hat Infrastrukturminister
Gerald Klug heute bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Hannes
Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und
Technologieentwicklung, FFG-Geschäftsführer Klaus Pseiner und Anton
Plimon, Managing Director des AIT, angekündigt. „Neue Technologien
sind die größte Chance für die heimische Industrie. Damit können
österreichische Unternehmen weltweit erfolgreich sein“, so Klug. Das
Ministerium werde gemeinsam mit der österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG und dem AIT (Austrian Institute
of Technology), ein entsprechendes Förderkonzept erarbeiten. Sowohl
der Minister als auch Androsch plädieren für eine Rückkehr zu einer
eigenen österreichischen Industriepolitik.

„Im niedrigen und mittleren Technologiebereich sind wir hervorragend
aufgestellt. Österreich hat aber auch das Potential sich im
Hightech-Segment erfolgreich zu positionieren“, erklärt Klug den
neuen Schwerpunkt des bmvit. Bestes Beispiel sind die Erfolge der
heimischen Weltraumindustrie, die sich in einem hochtechnologisierten
Umfeld behaupten können und, wie die Firma TTTech im Bereich des
automatisierten Fahrens, neue Nischen besetzen.

Eine entscheidende Rolle kommt für Klug – neben konsequenter
Forschungsförderung – den Infrastrukturinvestitionen in Schiene,
Straße und Breitband zu: „Wir müssen unsere Stärken weiter ausbauen,
um unsere Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft zu sichern. Deshalb
investieren wir in den kommenden Jahren 25 Milliarden Euro in den
Ausbau strategisch wichtiger Netze, wie flächendeckendem Breitband.
Das ist ein Standortfaktor der gar nicht hoch genug eingeschätzt
werden kann“, so Klug weiter.

Industrielle Basis ist Motor für Beschäftigung und Wohlstand

„Die Industrie ist der Motor der wirtschaftlichen Entwicklung, der
qualifizierten Beschäftigung und des Wohlstandes. Daher ist es
wichtig, die industrielle Basis zu erhalten, zu sichern, zu stärken
und zu erweitern“, sagt Dr. Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates
für Forschung und Technologieentwicklung (RFTE). Als wesentlichste
Punkte zur Unterstützung der industriellen Basis nennt auch Androsch
Investitionen im Infrastrukturbereich, vor allem den Ausbau des
digitalen Netzes, genauso wie die Förderung der industriellen
Investitionen mit Schwerpunkt Industrie 4.0.

Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung, das AIT,
befasst sich mit diesen zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft.
„Der Erfolg eines Industriestandorts sowie die Lebensqualität hängen
in hohem Maße von einer effizienten und leistungsstarken
Infrastruktur ab“, zeigt sich Anton Plimon, Managing Director des AIT
überzeugt. Mit innovativen Lösungen wie intelligenten Stromnetzen
(Smart Grids), neuen Produktionstechnologien im Bereich der
Autoindustrie und die Entwicklung von hochpräzisen Sensoren für
Fahrerassistenzsysteme nimmt das AIT eine führende Rolle bei
Innovationen in Österreich ein und ist damit wesentlicher Knotenpunkt
an der Schnittstelle zwischen Industrie und Forschung.

Vorsprung durch Forschung

„Entscheidend ist, wie schnell wir aktuelle Forschungsergebnisse in
wirtschaftliche Erfolge umsetzen können“, zeigt sich Klaus Pseiner,
der Geschäftsführer der österreichischen
Forschungsförderungsgesellschaft FFG, überzeugt. Daher fördert die
FFG den gesamten Innovationszyklus neuer Technologien – von der Idee
bis zur Markteinführung. „Die gezielten Förderprogramme, die das
bmvit über die FFG abwickelt, tragen wesentlich dazu bei, einen
Vorsprung durch Forschung zu schaffen“, so Pseiner abschließend.

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