- 11.04.2016, 09:40:39
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AK Test: Der Preis bleibt nicht immer gleich! 1
AK Tester orten angepasste Preise im Online-Handel
Utl.: AK Tester orten angepasste Preise im Online-Handel =
Wien (OTS) - Ein und dasselbe Produkt, derselbe Online-Anbieter, aber
andere Zeit: Und – der Preis bleibt nicht immer gleich. Das zeigt ein
aktueller AK Test, bei dem 36 Preise bei zwölf Webshops eine Woche
lang täglich von 28 verschiedenen Geräten abgefragt wurden. Bei
einigen getesteten Waren änderten sich innerhalb einer Woche die
Preise im Internet mitunter mehrmals. Auffällig: Gleiches Produkt,
aber heimische Webshops sind zuweilen teurer als deutsche.
„Flexible Preise im Internet sind schon lange Realität“, sagt
Gabriele Zgubic, Leiterin der AK Wien Konsumentenpolitik. „Dynamic
Pricing, also dynamische Preisgestaltung, heißt es, wenn die Preise
mittels softwaregesteuerten Berechnungen jederzeit geändert werden
können.“
Die AK hat von 7. bis 13. März täglich zur gleichen Uhrzeit 36
Preise verschiedener österreichischer Webshops abgefragt (Heine,
Peter Hahn, Zalando, Ottoversand, Universal Versand, booking.com,
Saturn, Amazon, Austrian Airline, Lufthansa, XXXLutz, Kika/Leiner).
Die Preise wurden von 28 verschiedenen Geräten österreichweit
abgefragt, etwa stationäre PC, Smartphones, iPhones. Produkte oder
Dienstleistungen, die auch über den deutschen Webshop zu finden
waren, wurden zusätzlich über einen Laptop und ein Smartphone eines
deutschen Benutzers abgefragt.
Der AK Test zeigt: Bei einigen identen Produkten des gleichen
Anbieters wechselten die Preise im Laufe einer Woche – manchmal sogar
mehrmals. „Durch dynamische Preisgestaltung werden den Konsumenten
einfache und schnelle Preisvergleiche schwer gemacht“, resümiert
Zgubic. So schwankte zum Beispiel der Preis bei Ottoversand in
Deutschland bei einem Strickkleid um sechs Euro (Dienstag: 50,99
Euro, Mittwoch: 53,99 Euro, Sonntag: 56,99 Euro). Bei Austrian
Airlines und Lufthansa wurde ein Hin- und Rückflug nach Berlin für
zwei Erwachsene ab Samstag um insgesamt 80 Euro teurer. Bei Saturn
wiederum war ein Apple iPhone 5s ab Freitag um 80 Euro billiger, Tage
zuvor eben teurer. Bei vielen Online-Shops blieben allerdings die
Preise die ganze Woche unverändert.
Im Vergleich zu Deutschland waren etwa die Produkte von Peter Hahn
bis zu 23 Prozent teurer und für eine Film-DVD bei Saturn muss man in
Österreich 20 Prozent mehr zahlen. Hingegen waren bei XXXLutz die
Preise in Österreich je nach Produkt und Erhebungstag zwischen 26
Prozent billiger bzw. um 31 Prozent teurer.
Dass die Preise auch individuell – je nach User – differenzieren,
dafür konnten in dieser Untersuchung keine Hinweise gefunden werden.
SERVICE: Den AK Test zur dynamischen Preisbildung finden Sie unter
www.arbeiterkammer.at
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