• 09.04.2016, 08:00:01
  • /
  • OTS0001 OTW0001

„profil“-Interview: Wolfgang Brandstetter zu früherer Offshore-Verbindung im Fall Aliyev

Liechtensteiner Kanzlei nutzte 2008 panamaischen Briefkasten, um Brandstetter Honorar zu überweisen

Utl.: Liechtensteiner Kanzlei nutzte 2008 panamaischen Briefkasten,
um Brandstetter Honorar zu überweisen =

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe
des Nachrichtenmagazins „profil“ nimmt Justizminister Wolfgang
Brandstetter zu seiner Rolle als früherer Strafverteidiger (2007 bis
2011) des 2015 verstorbenen kasachischen Ex-Botschafters Rakhat
Aliyev und zu seiner Tätigkeit für die Liechtensteiner Kanzlei Gasser
(vormals Batliner-Gasser) Stellung. 2008 hatte Brandstetter in
Liechtenstein einen Betrag von 130.700 Euro vereinnahmt, das Geld war
von einem Liechtensteiner Konto des Aliyev zugerechneten panamaischen
Briefkastens Lofro Management Inc. angewiesen worden (das Magazin
„Format“, nunmehr „trend“, berichtete 2014). „Es handelte sich um
Honorare für Leistungen, die ich für Batliner-Gasser in Liechtenstein
erbracht hatte, und die auch ausschließlich über liechtensteinische
Banken bezahlt wurden. Ich war aber in die verrechnungstechnischen
Fragen zu keinem Zeitpunkt eingebunden“, so Brandstetter. Die
Rechnung habe die Kanzlei damals vorformuliert und ihm zur
Unterschrift vorgelegt. „Dass damals eine Liechtensteiner
Anwaltskanzlei im Auftrag eines Mandanten auch über
Offshore-Firmenkonstruktionen verfügte, war nicht ungewöhnlich und
kein Beweis für illegale Handlungen“, so Brandstetter im
„profil“-Interview.

Der Liechtensteiner Anwalt Johannes Gasser hält dazu in einer
„profil“ übermittelten Stellungnahme fest: „Sämtliche seiner (Anm.:
Brandstetters) Tätigkeiten wurden über unsere Kanzlei abgerechnet,
verrechnungstechnisch wurde dies von unserer Kanzlei erledigt, er
hatte persönlich mit der Administration nichts zu tun.“ Die fragliche
Zahlung sei von einem Konto einer liechtensteinischen Bank auf ein
anderes liechtensteinisches Bankkonto erfolgt „wobei die
Mittelherkunft selbstverständlich sorgfältig geprüft wurde. Mit
Offshore-Firmenkonstruktionen war er als strafrechtlicher
Rechtsberater nicht befasst.“

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRO

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel