• 08.04.2016, 12:18:38
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Ausblick der Baumaschinenindustrie optimistisch - veränderte Erfolgsfaktoren

Düsseldorf (ots) - McKinsey-Studie: Hersteller erwarten jährliche
Wachstumsraten zwischen fünf und sechs Prozent, mehr als zwei Drittel
blicken optimistisch in die Zukunft - Neue Wachstumsmärkte und
stärkere Kundenorientierung wichtigste Trends

Die europäischen Hersteller von Baumaschinen rechnen mit jährlichen
Wachstumsraten von 5 bis 6 Prozent und einer Verbesserung der Rendite
um 2 Prozentpunkte bis 2020. In einer Umfrage von McKinsey & Company
blicken 69 Prozent der Unternehmen optimistisch in die Zukunft, nur
jeder zehnte Hersteller geht von schlechteren Geschäften aus. Chancen
sehen die Unternehmen vor allem im Marktwachstum außerhalb Europas
und im Aftermarket-Geschäft (Service und Wartung). Sechs von zehn
Unternehmen sehen diese beiden Entwicklungen als entscheidende
Branchentrends. Dies sind die wichtigsten Ergebnisse einer aktuellen
Studie von McKinsey mit dem Titel "Reengineering construction
equipment". Für die Studie wurden in Zusammenarbeit mit CECE, dem
europäischen Verband der Baumaschinenhersteller, mehr als 75
Unternehmen aus dem Sektor befragt. In der Analyse wurde damit
erstmals ein Gesamtbild der Industrie gezeichnet.

Deutschland, Italien und Frankreich wichtigste Standorte

"Die Baumaschinenindustrie steht vor großen Umbrüchen", sagt Detlev
Mohr, Leiter der europäischen Automobil- und Maschinenbauberatung von
McKinsey. "Hersteller sehen sich mit Veränderungen in vielen
Bereichen konfrontiert: intensiverer Wettbewerb in den
Schwellenländern, komplexere Kunden-anforderungen und eine stärkere
Regulierung. Darüber hinaus werden datenbasierte Lösungen,
elektrische Antriebe und autonome Maschinen den Markt verändern."
Insgesamt umfasst die Branche in Europa rund 450 Hersteller. Sie
beschäftigt rund 150.000 Mitarbeiter und erzielt einen Umsatz von
rund 40 Milliarden Euro pro Jahr. Deutschland, Italien und Frankreich
sind die Zentren der Industrie - mehr als die Hälfte der Hersteller
ist in diesen Ländern zuhause.

Die Branche ist geprägt von kleinen und mittelständischen Anbietern
(KMU): Zwei Drittel der europäischen Unternehmen erzielen weniger als
50 Millionen Euro Umsatz im Jahr, nur zehn Prozent kommen auf einen
Umsatz über 1 Milliarde Euro. Gleichzeitig sind die Hersteller
international: Mehr als 40 Prozent der Umsätze werden außerhalb
Europas erwirtschaftet; vor allem in Nordamerika, dem Nahen Osten und
Asien. Mehr als 100 verschiedene Maschinentypen - vom kompakten
Bagger über Betonmischer bis hin zu Tunnelbohrmaschinen und Kränen -
sind auf dem europäischen Markt zu finden. Einige Maschinen wie
Raupen-/Kompaktbagger oder Radlader werden hunderttausendfach pro
Jahr produziert, andere wie Grabenbagger oder mobile Fräsmaschinen
nur in zwei- oder dreistelliger Stückzahl.

Kundenorientierung schlägt in Zukunft reine Größe

"Die Studie zeigt, dass das Wachstum neuer Absatzmärkte und das
größere Servicegeschäft die Branche in den nächsten Jahren prägen
werden", sagt Erik Sjödin, Co-Autor der Studie. Obwohl Hersteller
nach eigener Einschätzung auf diese Veränderungen gut vorbereitet
sind, geben sie sich schlechtere Noten bei der dafür notwendigen
Gewinnung von Fachkräften sowie bei der Ausweitung ihres
Geschäftsmodells, beispielsweise in Richtung Finanzierung und
Leasing.

Sjödin: "Die zentralen Erfolgsfaktoren in der Industrie werden sich
ändern - von einem starken Fokus auf operative Exzellenz hin zu einer
stärkeren Kundenorientierung." Während heute Größenvorteile und eine
kosteneffiziente Produktion von den Herstellern als wichtigster
Erfolgsfaktor genannt werden, seien in Zukunft ein noch intensiveres
Kundenverständnis sowie eine Spitzenposition bei neuen Technologien
entscheidend. Dazu zählen beispielsweise kundenspezifische
Anpassungen der Maschine sowie datenbasierte Modelle, die Auszeiten
und Energieverbrauch reduzieren. Sjödin: "Kunden werden von den
europäischen Baumaschinenherstellern erwarten, aktive Partner zu
werden bei der Optimierung der Maschinennutzung und der damit
einhergehenden Wertschöpfung."

Anmerkung: Die Studie wird am 13. April, 14.00 - 16.00 Uhr bei der
bauma-Messe in München, Pressezentrum Ost, 2. OG, vorgestellt.

Über McKinsey

McKinsey & Company ist die in Deutschland und weltweit führende
Unternehmensberatung für das Topmanagement. 26 der 30 DAX-Konzerne
zählen aktuell zu den Klienten. In Deutschland und Österreich ist
McKinsey mit Büros an den Standorten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am
Main, Hamburg, Köln, München, Stuttgart und Wien aktiv, weltweit mit
über 100 Büros in mehr als 60 Ländern

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