- 07.04.2016, 09:30:20
- /
- OTS0037 OTW0037
ÖAMTC: Verkehrsstrafen in Europa (+ GRAFIK)
Hohe Strafen bei Alkohol am Steuer in Italien, Schweden und Großbritannien
Utl.: Hohe Strafen bei Alkohol am Steuer in Italien, Schweden und
Großbritannien =
Wien (OTS) - Ein Wochenendtrip mit dem Auto ins benachbarte Ausland
oder eine längere Autoreise in andere europäische Länder: Wer mit dem
Auto ins europäische Ausland reist, sollte sich vor der Abfahrt über
die vor Ort geltenden Verkehrsbestimmungen informieren. "Die Strafen
für Verstöße im Ausland können stark von denen in Österreich
abweichen. Außerdem haben sich im Vergleich zum Vorjahr einige
Strafsätze aufgrund des Wechselkurses bzw. aufgrund neuer
Bestimmungen geändert", erklärt ÖAMTC-Tourismusexpertin Livia Savic.
Streng bestraft werden vor allem Fahrten unter Alkoholeinfluss.
Hat der Fahrer etwa in Italien eine Blutalkoholkonzentration von
mindestens 1,5 Promille, kann das Fahrzeug sogar enteignet werden,
sofern der Fahrer auch der Eigentümer ist. In Schweden droht bereits
ab 1,0 Promille eine Freiheitsstrafe von einem Monat, in Spanien ab
1,2 Promille drei Monate. Am teuersten kann Alkohol am Steuer in
Großbritannien werden – hier können bis zu umgerechnet 6.500 Euro
fällig werden. In Malta wird ein solches Vergehen mit einem Strafgeld
ab 1.200 Euro geahndet.
Länderspezifische Strafen im Detail
* Skandinavien: Die skandinavischen Länder sind europäische
Spitzenreiter bei der Höhe der Strafen. Zu schnelles Fahren kostet in
Norwegen ab 420 Euro, Rotlicht- und Überholverstöße 600 Euro. In
Finnland und Schweden orientiert sich der Strafrahmen hingegen am
Einkommen – wer mehr verdient, zahlt auch mehr.
* Italien: "In Italien muss man besonders in der Nacht auf die
Geschwindigkeit achten. Eine Übertretung der
Geschwindigkeitsbeschränkung zwischen 22 und 7 Uhr kostet um ein
Drittel mehr. Aber auch tagsüber sind die Strafen streng: Bei einer
Geschwindigkeitsübertretung um 20 km/h drohen mindestens 170 Euro
Strafe, mindestens 160 Euro kostet es, wenn man am Steuer ohne
Freisprecheinrichtung telefoniert", so Savic.
* Kroatien: Übersieht man in Kroatien eine rote Ampel, werden 260
Euro fällig. Wer 20 km/h zu schnell fährt, zahlt ab 65 Euro, bei 50
km/h zu viel sind es mindestens 660 Euro Strafe.
* Ungarn: Auch hier können Verkehrsverstöße teuer werden. Alkohol am
Steuer wird streng kontrolliert und mit Beträgen bis 970 Euro
bestraft. Eine überfahrene rote Ampel kann bis zu 330 Euro kosten.
* Spanien: Spanien geht besonders rigoros gegen Falschparker vor –
bis zu 200 Euro werden fällig. Wer ohne angelegten Gurt fährt, muss
ebenfalls tief in die Tasche greifen: Der Strafrahmen dafür beginnt
bei 200 Euro. Bei mehr als 0,5 Promille am Steuer droht eine
Geldstrafe ab 500 Euro.
Auch Strafen aus dem Ausland können vollstreckt werden
"Offene Strafen aus dem EU-Ausland können auch in Österreich
zwangsweise eingetrieben werden. Daher sollten ausländische
Strafzettel keinesfalls ignoriert werden", rät die
ÖAMTC-Touristikerin. Auch bei der Wiedereinreise in das Urlaubsland
ist die Einforderung der Strafe möglich. Wer einen ausländischen
Strafzettel erhält, kann sich zur Klärung der Zahlungsverpflichtung
an die ÖAMTC-Rechtsberatung wenden – nähere Infos findet man unter
www.oeamtc.at/rechtsberatung.
Detaillierte Infos zu den Verkehrsbestimmungen verschiedener
Reiseländer sind in der ÖAMTC Länder-Info unter
www.oeamtc.at/laenderinfo verfügbar.
Aviso an die Redaktionen: Eine Grafik zu dieser Aussendung gibt es
in der ÖAMTC-Mediathek unter www.oeamtc.at/presse.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OCP