• 06.04.2016, 17:45:33
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Heinisch-Hosek: Erster Teil der Bildungsreform ist auf dem Weg

Mehr Eigenverantwortung an den Standorten durch Schulautonomie. Mehr Durchlässigkeit und Flexibilität durch kompetenzorientierte Schuleingangsphase.

Utl.: Mehr Eigenverantwortung an den Standorten durch
Schulautonomie. Mehr Durchlässigkeit und Flexibilität durch
kompetenzorientierte Schuleingangsphase. =

Wien (OTS) - „Mit der Begutachtung des Schulrechtspakets haben wir
einen weiteren wichtigen Schritt der Bildungsreform gesetzt. Die
Verbesserungen spannen einen Bogen über das gesamte Bildungssystem.
Bürokratische Hürden für Schulen werden abgebaut und die
Schulautonomie am Standort wird erheblich gestärkt“, erklärt
Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Schuleingangsphase und Sprachgruppen zur Förderung der Kinder
Die Schuleingangsphase wird neu gestaltet, um gezielt die
individuellen Bedürfnisse der Kinder vom ersten Tag an zu fördern.
Erstmals ist ein Datenaustausch zwischen Volksschulen und den
Kindergärten vorgesehen. Mit diesem Informationsvorsprung kennen die
PädagogInnen von Anfang die individuellen Bedürfnisse der Kinder.
Künftig besteht außerdem die Möglichkeit schulautonom
jahrgangsübergreifende Klassen zu führen. „Bildung muss bei den
Kleinsten beginnen, aus diesem Grund wurde die Schuleingangsphase neu
gestaltet. Es ist besonders wichtig, bereits in dieser Phase das
nötige Rüstzeug mitzugeben“, erklärt Heinisch-Hosek.

Auch in der Frage der Leistungsbeurteilung wird die Schulautonomie
gestärkt. Jede Schule muss sich – schulpartnerschaftlich –
entscheiden, ob für einzelne Klassen oder auch die ganze Schule bis
zur 3. Schulstufe die alternative Leistungsbeschreibung gelten soll,
oder ob sie bei den Ziffernnoten bleiben möchte. Fällt binnen den
ersten 9 Wochen jedes Schuljahres keine Entscheidung im Schulforum,
so liegt diese Entscheidung in der Verantwortung der Schulleitung.
Weiters wurde das Sitzenbleiben für alle SchülerInnen in den ersten
drei Schuljahren abgeschafft.

Die Sprachförderung legt den Fokus auf Verbesserungen für
QuereinsteigerInnen. Die Sprachförderung für außerordentliche
SchülerInnen wird nun auch auf AHS und BMHS ausgeweitet, zudem werden
Sprachstartgruppen ermöglicht. Die Mittel für die Sprachförderung
sind für die nächsten drei Jahre gesichert.

Flexibilisierung der Schulsprengel
Weitere Schwerpunkte im Schulrechtspaket betreffen etwa die
Schulsprengel. Den Ländern wird ermöglicht, den Schulbesuch zu
flexibilisieren. In Zukunft werden auch ErzieherInnen mit Matura und
Zusatzausbildung die Lernhilfe übernehmen können. Dadurch wird der
Personaleinsatz in ganztägig geführten Schulformen flexibler. Auch
die Neuerungen rund um die Neue Oberstufe finden sich im Paket
wieder. Alle Schulen starten im Schuljahr 2016/17. AHS und BMS können
schulautonom am Standort, mit einer Übergangsfrist bis zu zwei
Jahren, entscheiden die neue Oberstufe einzuführen.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Paket wichtige
Eckpfeiler für die Schule der Zukunft geschaffen haben. Damit sind
wir in der Bildungsreform im Zeitplan. Der nächste Schritt wird die
Schulorganisation sein. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei,
die LehrerInnen und SchülerInnen zu entlasten und zu unterstützen“,
so Heinisch-Hosek abschließend.

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