Heinisch-Hosek: Erster Teil der Bildungsreform ist auf dem Weg

Mehr Eigenverantwortung an den Standorten durch Schulautonomie. Mehr Durchlässigkeit und Flexibilität durch kompetenzorientierte Schuleingangsphase.

Wien (OTS) - „Mit der Begutachtung des Schulrechtspakets haben wir einen weiteren wichtigen Schritt der Bildungsreform gesetzt. Die Verbesserungen spannen einen Bogen über das gesamte Bildungssystem. Bürokratische Hürden für Schulen werden abgebaut und die Schulautonomie am Standort wird erheblich gestärkt“, erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek.

Schuleingangsphase und Sprachgruppen zur Förderung der Kinder Die Schuleingangsphase wird neu gestaltet, um gezielt die individuellen Bedürfnisse der Kinder vom ersten Tag an zu fördern. Erstmals ist ein Datenaustausch zwischen Volksschulen und den Kindergärten vorgesehen. Mit diesem Informationsvorsprung kennen die PädagogInnen von Anfang die individuellen Bedürfnisse der Kinder. Künftig besteht außerdem die Möglichkeit schulautonom jahrgangsübergreifende Klassen zu führen. „Bildung muss bei den Kleinsten beginnen, aus diesem Grund wurde die Schuleingangsphase neu gestaltet. Es ist besonders wichtig, bereits in dieser Phase das nötige Rüstzeug mitzugeben“, erklärt Heinisch-Hosek.

Auch in der Frage der Leistungsbeurteilung wird die Schulautonomie gestärkt. Jede Schule muss sich – schulpartnerschaftlich – entscheiden, ob für einzelne Klassen oder auch die ganze Schule bis zur 3. Schulstufe die alternative Leistungsbeschreibung gelten soll, oder ob sie bei den Ziffernnoten bleiben möchte. Fällt binnen den ersten 9 Wochen jedes Schuljahres keine Entscheidung im Schulforum, so liegt diese Entscheidung in der Verantwortung der Schulleitung. Weiters wurde das Sitzenbleiben für alle SchülerInnen in den ersten drei Schuljahren abgeschafft.

Die Sprachförderung legt den Fokus auf Verbesserungen für QuereinsteigerInnen. Die Sprachförderung für außerordentliche SchülerInnen wird nun auch auf AHS und BMHS ausgeweitet, zudem werden Sprachstartgruppen ermöglicht. Die Mittel für die Sprachförderung sind für die nächsten drei Jahre gesichert.

Flexibilisierung der Schulsprengel Weitere Schwerpunkte im Schulrechtspaket betreffen etwa die Schulsprengel. Den Ländern wird ermöglicht, den Schulbesuch zu flexibilisieren. In Zukunft werden auch ErzieherInnen mit Matura und Zusatzausbildung die Lernhilfe übernehmen können. Dadurch wird der Personaleinsatz in ganztägig geführten Schulformen flexibler. Auch die Neuerungen rund um die Neue Oberstufe finden sich im Paket wieder. Alle Schulen starten im Schuljahr 2016/17. AHS und BMS können schulautonom am Standort, mit einer Übergangsfrist bis zu zwei Jahren, entscheiden die neue Oberstufe einzuführen.

„Ich bin überzeugt davon, dass wir mit diesem Paket wichtige Eckpfeiler für die Schule der Zukunft geschaffen haben. Damit sind wir in der Bildungsreform im Zeitplan. Der nächste Schritt wird die Schulorganisation sein. Diese Maßnahmen tragen wesentlich dazu bei, die LehrerInnen und SchülerInnen zu entlasten und zu unterstützen“, so Heinisch-Hosek abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

BM für Bildung und Frauen
Mag.a Veronika Maria
Pressesprecherin
01-53120/5011
veronika.maria@bmbf.gv.at
www.bmbf.gv.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | MUK0002