Jetzt online: kliniksuche.at – das Informationsportal für Patientinnen und Patienten bringt Transparenz für die Spitalsauswahl

Weiterer Meilenstein der Gesundheitsreform von Bund, Ländern und Sozialversicherung beschlossen

Wien (OTS) - „Qualitätsgesicherte Information und
transparente Kriterien für Krankenhausaufenthalte bietet die neue Website kliniksuche.at“, zeigt sich Gesundheitsministerin Sabine Oberhauser über einen weiteren Meilenstein der Gesundheitsreform erfreut. Mit kliniksuche.at wird erstmals qualitätsgesicherte, neutrale Information darüber zur Verfügung gestellt, in welchen Krankenhäusern bestimmte Krankenbehandlungen wie häufig und unter welchen Bedingungen angeboten werden. Ziel ist, die Bevölkerung in Vorbereitung auf einen Krankenhausaufenthalt über eine neutrale Plattform mit verständlich aufbereiteten Informationen bei der Entscheidungsfindung zu unterstützen. ****

„Beste Behandlungsqualität und medizinische Versorgung sind die wichtigsten Leistungsversprechen in unserem Gesundheitssystem. Das neue Informationsportal bringt ein Mehr an Transparenz für Versicherte, um sich über bevorstehende Eingriffe in Österreichs Spitälern zu informieren. Mit einem Blick auf kliniksuche.at kann man sich selbst ein Bild machen, in welcher Klinik es besonders viel Erfahrung mit verschiedenen Operationen gibt und dann eine entsprechende Auswahl treffen. Wir machen damit einen großen Schritt in Richtung Konsumenteninformation, Transparenz und mehr Dienstleistungsorientierung im Gesundheitswesen“, so Ulrike Rabmer-Koller, Vorsitzende des Verbandsvorstands im Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger. „kliniksuche.at ist ein neues und wichtiges Angebot, das es Patientinnen und Patienten leicht und unkompliziert ermöglicht, sich einen Überblick zu verschaffen und das passende Krankenhaus unter Berücksichtigung der individuellen Präferenzen und der Begleitumstände zu finden“, stimmt auch der Salzburger Gesundheits- und Spitalsreferent LH-Stv. Dr. Christian Stöckl ein.

Die neue Informationsplattform bietet in einem ersten Schritt Auskunft über jene Behandlungen, für die qualitätsgesicherte Daten zur Verfügung stehen. Konkret sind das Gallenblasen-, Gebärmutter-und Schilddrüsen-Entfernungen, Geburten, das Einsetzen von Herzschrittmachern, Hüftprothesen und Knieprothesen sowie Behandlungen von Leistenbrüchen und Mandeloperationen. Je Themengebiet sind folgende Informationen verfügbar: Anzahl behandelter Fälle im Vergleich (Bundesdurchschnitt), Kriterien für den Aufenthalt (z.B. Verweildauer, Tagesklinik, Operationstechnik) und allgemeine Kriterien zum Krankenhaus (z.B. gibt es PatientInnenbefragungen oder sind Meldesysteme für im Krankenhaus erworbene Infektionen vorhanden).

„Die jetzt ausgewiesenen Kriterien sind ein erster Schritt, um PatientInnen einen besseren Überblick bei der Wahl des Krankenhauses zu geben. Die Bewertungen der Operationen, die Feststellung der Komplikationsraten oder Wartezeiten ist für die Orientierung der PatientInnen von essentieller Bedeutung und soll als nächster Schritt folgen“, sagt die Wiener Stadträtin Sonja Wehsely. So ist auch geplant, das Informationsportal künftig um weitere Themengebiete und Kriterien zu erweitern. Eine im Vorfeld durchgeführte Befragung der Bevölkerung ergab, dass der Wunsch nach und die Nutzungsbereitschaft einer neutralen Internet-Plattform über Krankenhaus-Qualitätsdaten sehr hoch ist. Hinsichtlich einer Weiterentwicklung von kliniksuche.at wird laut der Befragung vor allem gewünscht, zusätzliche Informationen über Krankenhäuser (Abteilungen, SpezialistInnen, etc.), Komplikationsraten, Wartezeiten und Erfahrungswerte von PatientInnen verfügbar zu machen.

„Wir sehen, dass die künftigen Patientinnen und Patienten informierter und engagierter hinsichtlich eines Krankenhaus-Aufenthaltes werden. Dementsprechend nehmen auch die Selbstentscheidungen bei der Krankenhauswahl zu. Genau hier setzt kliniksuche.at an“, erklärt Oberhauser. „Die Website kann den Patientinnen und Patienten Anhaltspunkte geben, was aus ihrer Sicht für bzw. gegen ein bestimmtes Krankenhaus spricht. Die letztendliche Entscheidung, in welchem Spital die Behandlung durchgeführt wird, sollte aber immer unter Abwägung der persönlichen Voraussetzungen und in Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden“, ergänzt Stöckl.

„Mit der neuen Serviceleistung können wir dem stetig gewachsenem Bewusstsein der Bevölkerung um die eigene Gesundheit noch besser entsprechen und Patientinnen und Patienten einen transparenten Einblick in das heimische Gesundheitswesen liefen“, ist Kärntens Gesundheitsreferentin LHStv.in Beate Prettner überzeugt, die mit der Website einen weiteren wichtigen Schritt der Gesundheitsreform umgesetzt sieht. „Die Ausgestaltung der Gesundheitsreform schreitet zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten voran und wesentliche Informationen stehen nun qualitätsgesichert und im Sinne der Stärkung der Gesundheitskompetenz zur Verfügung“, freut sich auch der Vorarlberger Gesundheitslandesrat Dr. Christian Bernhard über das neue Informationsportal.

Ausgangsprojekt für die Einrichtung der Website kliniksuche.at war A-IQI (Austrian Inpatient Quality Indicators), ein Projekt der Bundesgesundheitsagentur zur bundesweit einheitlichen Messung von Ergebnisqualität im Krankenhaus. 2013 wurde der erste A-IQI Bericht mit Qualitätsdaten auf Bundesebene veröffentlicht. Dieser Bericht war jedoch für ExpertInnen im Gesundheitswesen gedacht. Im Zuge des 2. A-IQI Berichts 2014 wurde der Bedarf erkannt, Qualitätsdaten auch einer breiten Bevölkerung verständlich aufbereitet zur Verfügung zu stellen. Daher wurde von den Partnern der Gesundheitsreform der Beschluss gefasst, das Informationsportal kliniksuche.at einzurichten. Die Datengrundlagen für kliniksuche.at sind Routinedaten der Krankenanstalten-Abrechnung sowie die Daten der Plattform „Qualitätsberichterstattung“ der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). (Schluss)

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