• 06.04.2016, 13:46:42
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Karabach-Konflikt neu entflammt

Armenien für das Minsker Abkommen

Utl.: Armenien für das Minsker Abkommen =

Wien (OTS) - Am Samstag den 2. April hat Aserbeidjan das
Waffenstillstandabkommen von 1994 gebrochen, und zwar mit Angriffen
entlang der Grenze von Berg Karabach mit Luftwaffe, gepanzerten
Fahrzeugen und schwerer Artillerie. Beim Zurückschlagen des Angriffs
hat die armenische Seite zahlreiche Opfer zu beklagen. Zivilisten,
darunter ältere Menschen und Schulkinder, wurden verletzt und
getötet. Entgegen den Nachrichten von einem Waffenstillstand seitens
der Aserbeidjaner geht die Aggression weiter, immer noch stehen
armenische Zivilisten in ihren Dörfern unter Beschuss.

Es ist offensichtlich, dass Aserbeidjan den Prozess der Verhandlungen
unterminieren will und damit die Anstrengungen der bevollmächtigten
internationalen Verhandlungen – die Minsk – Gruppe der OSCE - in
Frage stellt. Die zahlreichen Aufrufe der Stzungsteilnehmer, den OSCE
– Mechanismus zu akzeptieren und die Übertretungen des
Waffenstillstands-Übereinkommens zu untersuchen, wurden von den
offiziellen Stellen aus Baku demonstrativ ignoriert.

Die Armenisch Apostolische Kirchengemeinde und andere armenische
Organisation in Österreichen verurteilen die bewaffnete Aggression
der letzten Tage von seiten Aserbeidjans auf das Schärfste. Wir
glauben nicht, dass Feinseligkeiten dieser Art zu einer langfristigen
Lösung eines Konfliktes beitragen werden. Das Bekenntnis zu einer
friedvollen Lösung des Karabach-Konfliktes ist der einzig akzeptable
Weg, um in der gesamten Region langfristigen Frieden und Stabilität
zu erreichen.

Die armenische Gemeinschaft in Österreich wendet sich an die
österreichische Regierung, die letzten Angriffe ebenfalls zu
verurteilen und auf diplomatischer und wirtschaftlicher Ebene weitere
Schritte zu unternehmen, um Aserbedjan von seiner offensive Strategie
abzubringen. Wir erwarten von der österreichischen Regierung, dieses
wichtige Thema auch bei europäischen und internationalen
Institutionen zur Sprache zu bringen, um weitere Eskalationen zu
verhindern.

Wir wenden uns auch an die internationale Gemeinschaft, jenseits des
Ausdrückens der Besorgnis und wenig zielführender Verurteilungen
Aserbedjan für die letzten Aggressionen und Verbrechen zur
Verantwortung zu ziehen, mit allen zur Verfügung stehenden
Druckmitteln, inklusive Sanktionen. Die Autoritäten in Baku sollen
die Feindseligkeiten gegen die Bevölkerung in Karabach und Armenien
beenden und an den Verhandlungstisch zurückkehren.

haben aserbeidjanische Truppen einen Angriff auf die Republik
Karabach eingeleitet, zahlreiche Opfer waren die Folge. Die AAKG
(Armenisch Apostilische Kirchengemeinde) und alle anderen armenische
Organisationen in Österreich verurteilen diesen Angriff der
aserbeischanischen Kräfte und appellieren an die österreichische
Regierung, diese Aggression zu verurteilen. Die Regierung in
Aserbeidjan sollte unmisverständlich Klarheit darüber haben, dass
Österreich als Mitgliedsstatt der EU nicht passiv bleiben wird, wenn
diese Agggression geduldet werden sollte.

Die armenische Gemeinschaft in Österreich ruft alle Nationen, alle
international Institutionen, alle humanitäre Organisationen dazu auf,
ihre Stimmen zu erheben: Es geht um den Protest und die Verurteilung
dieser Angriffe, die nicht nur auf regionaler, sondern auch auf
internationaler Ebene den Frieden in Gefahr bringen.

Ausgehend von der fortgesetzten Eskalation des gewaltsamen Konflikts
im Irak, in Syrien und in der Süd-Ost-Türkei, darf Österreich, darf
Europa, nicht einen weiteren Konflikt an der Schwelle der Grenzen
dulden. Es geht um die eigenen Grenzen und die Aufrechterhaltung
einer guten Nachbarschaft.
Deshalb liegt es nun bei der Europäischen Union und ihren
Mitgliedsländern, angesichts der aktuellen Attacken einen klaren
Standpunkt zu vertreten und gegebenfalls entsprechende Sanktionen zu
beschließen.

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