Karabach-Konflikt neu entflammt

Armenien für das Minsker Abkommen

Wien (OTS) - Am Samstag den 2. April hat Aserbeidjan das Waffenstillstandabkommen von 1994 gebrochen, und zwar mit Angriffen entlang der Grenze von Berg Karabach mit Luftwaffe, gepanzerten Fahrzeugen und schwerer Artillerie. Beim Zurückschlagen des Angriffs hat die armenische Seite zahlreiche Opfer zu beklagen. Zivilisten, darunter ältere Menschen und Schulkinder, wurden verletzt und getötet. Entgegen den Nachrichten von einem Waffenstillstand seitens der Aserbeidjaner geht die Aggression weiter, immer noch stehen armenische Zivilisten in ihren Dörfern unter Beschuss.

Es ist offensichtlich, dass Aserbeidjan den Prozess der Verhandlungen unterminieren will und damit die Anstrengungen der bevollmächtigten internationalen Verhandlungen – die Minsk – Gruppe der OSCE - in Frage stellt. Die zahlreichen Aufrufe der Stzungsteilnehmer, den OSCE – Mechanismus zu akzeptieren und die Übertretungen des Waffenstillstands-Übereinkommens zu untersuchen, wurden von den offiziellen Stellen aus Baku demonstrativ ignoriert.

Die Armenisch Apostolische Kirchengemeinde und andere armenische Organisation in Österreichen verurteilen die bewaffnete Aggression der letzten Tage von seiten Aserbeidjans auf das Schärfste. Wir glauben nicht, dass Feinseligkeiten dieser Art zu einer langfristigen Lösung eines Konfliktes beitragen werden. Das Bekenntnis zu einer friedvollen Lösung des Karabach-Konfliktes ist der einzig akzeptable Weg, um in der gesamten Region langfristigen Frieden und Stabilität zu erreichen.

Die armenische Gemeinschaft in Österreich wendet sich an die österreichische Regierung, die letzten Angriffe ebenfalls zu verurteilen und auf diplomatischer und wirtschaftlicher Ebene weitere Schritte zu unternehmen, um Aserbedjan von seiner offensive Strategie abzubringen. Wir erwarten von der österreichischen Regierung, dieses wichtige Thema auch bei europäischen und internationalen Institutionen zur Sprache zu bringen, um weitere Eskalationen zu verhindern.

Wir wenden uns auch an die internationale Gemeinschaft, jenseits des Ausdrückens der Besorgnis und wenig zielführender Verurteilungen Aserbedjan für die letzten Aggressionen und Verbrechen zur Verantwortung zu ziehen, mit allen zur Verfügung stehenden Druckmitteln, inklusive Sanktionen. Die Autoritäten in Baku sollen die Feindseligkeiten gegen die Bevölkerung in Karabach und Armenien beenden und an den Verhandlungstisch zurückkehren.

haben aserbeidjanische Truppen einen Angriff auf die Republik Karabach eingeleitet, zahlreiche Opfer waren die Folge. Die AAKG (Armenisch Apostilische Kirchengemeinde) und alle anderen armenische Organisationen in Österreich verurteilen diesen Angriff der aserbeischanischen Kräfte und appellieren an die österreichische Regierung, diese Aggression zu verurteilen. Die Regierung in Aserbeidjan sollte unmisverständlich Klarheit darüber haben, dass Österreich als Mitgliedsstatt der EU nicht passiv bleiben wird, wenn diese Agggression geduldet werden sollte.

Die armenische Gemeinschaft in Österreich ruft alle Nationen, alle international Institutionen, alle humanitäre Organisationen dazu auf, ihre Stimmen zu erheben: Es geht um den Protest und die Verurteilung dieser Angriffe, die nicht nur auf regionaler, sondern auch auf internationaler Ebene den Frieden in Gefahr bringen.

Ausgehend von der fortgesetzten Eskalation des gewaltsamen Konflikts im Irak, in Syrien und in der Süd-Ost-Türkei, darf Österreich, darf Europa, nicht einen weiteren Konflikt an der Schwelle der Grenzen dulden. Es geht um die eigenen Grenzen und die Aufrechterhaltung einer guten Nachbarschaft.
Deshalb liegt es nun bei der Europäischen Union und ihren Mitgliedsländern, angesichts der aktuellen Attacken einen klaren Standpunkt zu vertreten und gegebenfalls entsprechende Sanktionen zu beschließen.

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