Forstunternehmer gegen Forststraßenöffnung für Radfahrer

Arbeits-, Unfall- und Haftungsrisiko unzumutbar

Krottendorf (OTS) - Der Österreichische Forstunternehmerverband spricht sich heute strikt gegen eine generelle Öffnung der Forststraßen für Mountainbiker aus. Der Wald ist, neben vielen anderen Funktionen und Leistungen, die er für die Gesellschaft erfüllt, auch Arbeitsplatz. In der modernen Waldpflege und -ernte werden heute Forstspezialmaschinen eingesetzt, wie z.B. Seilkräne, Harvester oder Forwarder, die ökologisch und ökonomisch am letzten Stand der Technik sind. Diese Maschinen müssen die genau dafür gewidmeten Forststraßen nutzen, um in die zu bearbeitenden Waldflächen kommen zu können. Dazu finden auch die täglichen Fahrten der Mitarbeiter zu und von den Maschinen sowie Versorgungsfahrten statt.

Freigabe würde Sicherheit von Arbeitern und Waldbesuchern gefährden

Peter Konrad, Präsident des Österreichischen Forstunternehmerverbandes und Bundessprecher der Forstunternehmer der Wirtschaftskammer Österreich, hält dazu fest: „Eine generelle Öffnung der Forststraßen würde eine Waldbewirtschaftung, wie wir sie heute kennen, unmöglich machen. Für alle im Wald arbeitenden Personen -Arbeiter, Angestellte, Frächter, externe Unternehmer und viele mehr -ist das damit verbundene Arbeits-, Unfall- und Haftungsrisiko unzumutbar. Eine nicht gelenkte Freigabe von Forststraßen ist im Interesse der Sicherheit der im Wald Beschäftigten sowie der Freizeitnutzer selbst undenkbar und unverantwortlich. Eine tragbare Lösung kann nur auf Vertragsbasis und in gutem Einvernehmen direkt in der Region erfolgen. Privatrechtliche Vereinbarungen haben sich seit Jahren bestens bewährt und müssen fortgeführt werden.“

Wie gefährlich der Arbeitsplatz Wald ist, hat vor kurzem ein tragischer Vorfall in der Steiermark gezeigt. In Frohnleiten bei Graz wurde ein Radfahrer von einem Baum getroffen und tödlich verletzt. Der Pensionist hatte versucht, eine wegen Holzschlägerungsarbeiten gesperrte Straße zu passieren.

„Die Gefahren am Arbeitsplatz Wald dürfen nicht unterschätzt werden. Eine klare Lenkung der Waldnutzer ist dabei von zentraler Bedeutung. Eine generelle Forststraßenöffnung würde die Sicherheit von Arbeitern und Freizeitnutzern gefährden und ist vehement abzulehnen“, fasst Konrad abschließend zusammen. „Ich kann mir auch nicht vorstellen, wer dafür die politische Verantwortung übernehmen will. Hier muss dringend die Gesamtverantwortung für die Gesellschaft vor einseitiger Klientelpolitik gestellt werden.“

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Telefon: 0664/3819122 Peter Konrad, Präsident ÖFUV e.V.

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