- 05.04.2016, 18:55:01
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Grüne Wien/Hebein: Deeskalation statt Eskalation an derzeitigen Hotspots
Wien (OTS) - „Wir können nur mit sozialen Maßnahmen auf soziale
Probleme reagieren. Eine Hundestaffel verstärkt lediglich das
Unsicherheitsgefühl“, reagiert Birgit Hebein, Sicherheitssprecherin
der Grünen Wien, skeptisch auf die Ankündigung, dass künftig private
Securities samt Hunden entlang der U6 und der U4 patrouillieren
sollen.
Angesichts von Bürgerwehren und privaten Sicherheitspatrouillen
befürchtet Hebein eher ein Ansteigen des subjektiven
Unsicherheitsgefühls als ernsthafte Lösungen für soziale Probleme:
„Diesen Weg halte ich für eine gefährliche Entwicklung.“
„Wer gut recherchierte Medienberichte der vergangenen Wochen verfolgt
hat, weiß, dass 90 Prozent der Dealer an den genannten Hotspots wie
der Thaliastraße vornehmlich Menschen aus Westafrika ohne Perspektive
sind. Am Praterstern geht es um ArmutsmigrantInnen, bei der
Josefstädterstraße um obdachlose Menschen. Private Patrouillen samt
Hundestaffeln verdrängen vornehmlich soziale Probleme wo anders hin
und treiben die Betroffenen tiefer in die Kriminalität. Zugehende
Sozialarbeit und Perspektiven für die betroffenen Menschen (Zugang
zum Arbeitsmarkt etc.) könnten hier tatsächliche Erfolge bringen.
Kleinkriminalität durch Verdrängung 'zu verlagern' halte ich für
wenig lösungsorientiert", so Hebein abschließend.
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