- 05.04.2016, 13:44:06
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Starke Impulse für das "textile Silicon Valley"
LH Wallner und LSth. Rüdisser: Neue Stiftungsprofessur stärkt Vorarlbergs Forschungslandschaft
Utl.: LH Wallner und LSth. Rüdisser: Neue Stiftungsprofessur stärkt
Vorarlbergs Forschungslandschaft =
Bregenz (OTS) - Mit der Verleihung der neuen textilen
Stiftungsprofessur "Advanced Manufacturing" wird die Vorarlberger
Textilindustrie weiter gefördert und die Entwicklung neuer
Technologien vorangetrieben. Die daraus resultierenden Chancen
erläuterten Landeshauptmann Markus Wallner und Landesstatthalter
Karlheinz Rüdisser gemeinsam mit Stiftungsprofessor Tung Pham und
Industrie-Spartenobmann Georg Comploj im Pressefoyer am Dienstag, 5.
April 2016.
Trotz des in den letzten Jahrzehnten vollzogenen Strukturwandels
gelte Vorarlberg auch heute noch als "textiles Silicon Valley", sagte
Wallner. Dies vor allem deshalb, weil der Textilcluster mit 55
Textil- und Bekleidungsbetrieben sowie 140 Stickerei-Unternehmen auf
engstem Raum eine geschlossene Wertschöpfungskette von der Spinnerei
bis zum fertigen Produkt darstelle. Seit 1982 unterstützt das
Institut für Textilchemie und Textilphysik der Universität Innsbruck
mit Sitz in Dornbirn Unternehmen aus dem Textilbereich bei der
Erforschung und Umsetzung von neuen Produkten, Verfahren und
Dienstleistungen. "Die Industrienahe Forschung stärkt den
Wirtschaftsstandort Vorarlberg und ist von hoher Bedeutung für die
zukünftige Innovationskraft", so Landeshauptmann Wallner.
Schon heute werden ca. 50 Prozent der textilen Wertschöpfung mit
technischen Textilien am Standort Vorarlberg erwirtschaftet und in
diesem Bereich gibt es weiter ein großes Wachstumspotenzial, betonte
Landesstatthalter Rüdisser. So sind Faserverbundstoffe eine wichtige
Komponente in der Autoindustrie und im Flugzeugbau. Dementsprechend
ist der Ausbau der Forschungskapazitäten auf dem Gebiet der
technischen Textilien eines der wesentlichen Ziele des neuen
Lehrstuhls für Advanced Manufacturing, erklärte Professor Tung Pham.
Unter seiner Leitung wird mit den zur Verfügung stehenden Mitteln –
drei Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren – eine eigene
Forschungsgruppe aufgebaut, die aus ca. hochqualifizierten
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bestehen soll.
Spartenobmann Comploj sieht in den technischen Textilien "das
Hoffungsgebiet der Textilindustrie in Europa". Die neue
Stiftungsprofessur sei daher ein Glücksfall für die Vorarlberger
Textilindustrie, weil mit ihr die Forschungskapazität in einem
wichtigen Zukunftsmarkt deutlich verbessert werden könne.
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