• 05.04.2016, 10:23:06
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Rotes Kreuz: Diabetes kompetent behandeln

Das Rote Kreuz fordert zum Weltgesundheitstag erweiterte Ausbildung für diplomierte Pflegekräfte.

Utl.: Das Rote Kreuz fordert zum Weltgesundheitstag erweiterte
Ausbildung für diplomierte Pflegekräfte. =

Wien (OTS) - Zum Weltgesundheitstag am 7.4. stellt die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) heuer das Thema Diabetes ins
Zentrum. Laut der Internationalen Diabetes Föderation (IDF) werden
2040 rund 642 Millionen Erwachsene an Diabetes leiden – 2015 waren es
415 Millionen. Hierzulande leben nach der IFD-Studie aus dem Vorjahr
611.000 Diabeteskranke, 2040 werden es laut den Experten um die
773.000 sein. Die Mitarbeiter des Österreichischen Roten Kreuzes, vor
allem jene in der mobilen Pflege und Betreuung, haben in ihrem
Arbeitsalltag mit Diabeteskranken zu tun und sind sowohl mit den
akuten Auswirkungen als auch mit den Langzeitfolgen von Diabetes
konfrontiert. „Durchblutungsstörungen, Zehen- und Fußamputationen
oder auch reduzierte Sehfähigkeit sind einige der Folgen von
Diabetes“, erklärt Monika Wild, Pflegeexpertin des Roten Kreuzes.

Damit die von Diabetes betroffenen Patienten richtig behandelt
werden, gehört es für die Pflegekräfte dazu, sich eng mit dem
jeweiligen Hausarzt abzustimmen. Denn zu beachten gibt es laut Wild
viele Faktoren. „Unsere Mitarbeiter müssen beispielsweise den
Blutzuckerspiegel überwachen und die medikamentöse Therapie
unterstützen“, erklärt Wild. Damit meint sie die Verabreichung von
Insulininjektionen ebenso wie die Pflege und Betreuung bei
Folgeschäden, beispielsweise die Versorgung von Wunden aufgrund von
Durchblutungsstörungen oder nach Amputationen. „Einer der wichtigsten
Faktoren der Pflegekräfte ist das regelmäßige Besuchen und Beraten
der Patienten, damit Folgeschäden bestmöglich zu vermeiden“, weiß
Wild aus jahrzehntelanger Erfahrung.

Die mobile Pflege leistet einen wichtigen Beitrag zur Betreuung und
Unterstützung von Menschen mit Diabetes, zur Gesundheitsförderung
aber auch zur Behandlung. Deswegen fordert das Österreichische Rote
Kreuz die Aufnahme von erweiterten Kompetenzen für diplomierte
Pflegekräfte im Rahmen des Symptommanagements. Diese erweiterten
Kompetenzen müssen bei der Novelle des Gesundheits- und
Krankenpflegegesetzes aufgenommen werden.

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