• 05.04.2016, 09:14:54
  • /
  • OTS0017 OTW0017

Christian Konrad trifft kirchliche Flüchtlingskoordinatoren

Flüchtlingskoordinator und Kirchenverantwortliche gegen Kürzungen bei der Mindestsicherung und für verstärkte Integrationsmaßnahmen - Kirchliche Hilfe weiter verstärkt: Caritas betreut 43.000 Asylwerber, davon 9.000 in eigener Unterbringung

Utl.: Flüchtlingskoordinator und Kirchenverantwortliche gegen
Kürzungen bei der Mindestsicherung und für verstärkte
Integrationsmaßnahmen - Kirchliche Hilfe weiter verstärkt:
Caritas betreut 43.000 Asylwerber, davon 9.000 in eigener
Unterbringung =

Wien (KAP) - Die Unterbringung von Asylwerbern in überschaubaren
Quartieren verbunden mit einer qualitätsvollen Betreuung hat
Priorität und ist möglich. Gleichzeitig muss der Einsatz für die
Integration von Flüchtlingen verstärkt werden. Zu dieser gemeinsamen
Einschätzung sind die diözesanen Flüchtlingskoordinatoren bei ihrem
ersten Treffen mit Christian Konrad, Flüchtlingskoordinator im
Auftrag der Bundesregierung, am Montag in Wien gekommen.

Sowohl Konrad als auch die Kirchenvertreter sprachen sich deutlich
gegen Großquartiere bei der Unterbringung von Flüchtlingen aus. Diese
seien zwar kostengünstiger zu führen, stünden aber in der Gefahr, die
Radikalisierung unter den Flüchtlingen und bei den Anrainern zu
fördern. Überall dort, wo es zu einem persönlichen Kontakt der
Bevölkerung mit Flüchtlingen komme, gebe es nahezu keine Probleme.

Die diözesanen Flüchtlingskoordinatoren mit dem Generalsekretär der
Bischofskonferenz, Peter Schipka, an der Spitze, erläuterten die
kirchlichen Bestrebungen bei der Suche nach geeigneten
Grundversorgungsplätzen. Änderungen im Miet- sowie Baurecht könnten
hier noch vorhandene Potenziale heben, hieß es. Diese Einschätzung
teilte auch Konrad, der diesbezüglich bereits Gespräche mit dem
Justizminister begonnen hat. Einigkeit herrschte auch bei der Kritik
hinsichtlich der Diskussion über Kürzungen bei der Mindestsicherung:
Also Folge seien verstärkte Obdachlosigkeit und sehr prekäre
Wohnverhältnisse unter anerkannten Flüchtlingen absehbar.

Kirchliche Hilfe weiter verstärkt

Insgesamt konnte die Kirche bei der Unterbringung von Flüchtlingen
deutlich zulegen. Maßgeblich dafür ist das Wirken der Caritas sowie
der kirchlichen Koordinatoren für Flüchtlingsquartiere, die seit
knapp einem Jahr in jeder Diözese tätig sind. So konnte die
kirchliche Hilfe auch im vergangenen Monat weiter verstärkt werden.
Wurden Ende Februar von der Caritas rund 40.000 Personen und somit
fast jeder zweite Asylwerber in Österreich betreut, so hat sich diese
Zahl mittlerweile auf exakt 42.992 erhöht. Davon sind 8.991
Asylwerber in Caritas-Grundversorgungsplätzen und 34.001 werden mobil
betreut. Rund die Hälfte der Grundversorgungsquartiere befinden sich
dabei im Eigentum von Diözesen, Pfarren oder Ordensgemeinschaften.

Im Gespräch mit dem Regierungskoordinator wurde seitens der Kirche
deutlich gemacht, dass es neben der Schaffung von
Grundversorgungsplätzen und der Bereitstellung von günstigem Wohnraum
für anerkannte Flüchtlinge immer mehr um gezielte
Integrationsmaßnahmen gehen müsse. Stärke der Kirche sei das
ehrenamtliche Engagement bei der Betreuung und Begleitung von
Flüchtlingen. Wichtig seien vor allem der notwendige Spracherwerb und
die rasche Ermöglichung von Arbeit.

(Information: http://asylhilfe.katholisch.at)

((ende)) PWU/JMO
Copyright 2016, Kathpress (www.kathpress.at). Alle Rechte vorbehalten

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel