• 04.04.2016, 12:46:39
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Technopol Wiener Neustadt ist „Hot-Spot“ der internationalen Raumfahrt

Bohuslav: Engagement im Wissenschaftsbereich bringt eine Milliarde Euro an Wertschöpfung

Utl.: Bohuslav: Engagement im Wissenschaftsbereich bringt eine
Milliarde Euro an Wertschöpfung =

St. Pölten (OTS/NLK) - Am heutigen Montag wurden im Rahmen einer
Pressekonferenz im Technologie- und Forschungszentrum Wiener Neustadt
exklusive Einblicke in die spannende Welt der Raumfahrt und deren
spezifischen Herausforderungen geboten. Dabei spannte sich der
thematische Bogen von der Ausbildung der Luft- und Raumfahrttechniker
an der Fachhochschule Wiener Neustadt bis hin zu aktuellen
Forschungsprojekten. Neben Landesrätin Dr. Petra Bohuslav
informierten dabei auch Dr. Carsten Scharlemann von der
Fachhochschule Wiener Neustadt, Dr. Norbert Gamsjäger von der
Aerospace and Advanced Composites GmbH (AAC), Dr. Max Kowatsch,
Präsident des Vereins zur Förderung der Österreichischen
Weltraumindustrie sowie ecoplus-Geschäftsführer Mag. Helmut
Miernicki.

„Niederösterreich ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen eine
Wissenschaftsachse aufzubauen, die von Wieselburg, über Krems, Tulln,
die ISTA in Klosterneuburg bis hierher nach Wiener Neustadt reicht“,
so Landesrätin Bohuslav. Dass wir hier richtig investieren, zeige
auch eine aktuelle Umfrage, so Bohuslav. „81 Prozent der
Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher sagen,
Wissenschaftsförderung ist eine wichtige Aufgabe der Landespolitik,
93 Prozent der Befragten zeigen sich an der Wissenschaft generell
sehr interessiert, 82 Prozent sind der Meinung, dass Wissenschaft
unser Leben leichter, gesunder und angenehmer macht. Dies ist ein
klarer Auftrag, hier in diesem Bereich weiter zu investieren“,
erinnerte die Landesrätin.

„Die Technopolstandorte sind im Bundesland Niederösterreich ein
wichtiger Wirtschaftsfaktor, pro Jahr werden etwa 685 Millionen Euro
an Wertschöpfung an allen vier Technopolstandorten generiert. Das
bedeutet auch einen Beschäftigungseffekt, es sind mehr als 9.000
Menschen direkt an diesen Technopolstandorten beschäftigt“, so
Bohuslav. Es hat sich hier in Wiener Neustadt durch die Unternehmer,
durch die Bildungseinrichtungen und die Forschungsinstitute etwas
entwickelt, was uns weit über die Grenzen bekannt macht. Hier
arbeiten Forschungseinrichtungen, Unternehmen und
Bildungseinrichtungen ganz eng zusammen. Die Partner hier sind die
Fachhochschule Wiener Neustadt, die Firma FOTEC, AAC etc., so
Bohuslav. Das gesamte Engagement im Wissenschaftsbereich bringe eine
Milliarde Euro an Wertschöpfung nach Niederösterreich, dadurch würden
11.500 Arbeitsplätze abgesichert, führte die Landesrätin aus.

Dr. Carsten Scharlemann, Leiter des Studiengangs „Aerospace
Engineering“, legt bei der akademischen Ausbildung einen Fokus auf
aktuelle Projekte für High-Tech-Unternehmen und fordert dabei höchste
Qualitätsstandards: Ein Highlight im Rahmen der Ausbildung sei die
geplante „Technopol-Rakete“. Die Studentinnen und Studenten der
Fachhochschule werden hier Raketen entwerfen und dabei auf
Technologie der Forschungseinrichtungen aus dem TFZ-Technologie- und
Forschungszentrum Wiener Neustadt setzen.

Geschäftsführer Dr. Norbert Gamsjäger sagte: Die Prüfung von
Materialien und Bauteilen werde immer wichtiger. Eine wichtige
Technologie sei in diesem Zusammenhang der 3D-Druck. Diese
Technologie werde zunehmend für viele Branchen nutzbar, speziell
metallverarbeitende Betriebe in Österreich würden hier umfassend
profitieren.

Ein Mann, dem die Raumfahrt ganz besonders am Herzen liegt, ist RUAG
Space Austria Geschäftsführer Dr. Max Kowatsch, der auch Präsident
des Vereins zur Förderung der österreichischen Weltraumindustrie ist,
meinte: Die Raumfahrt braucht vor allem gut ausgebildete
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Produkte im Weltraum sind
ungeschützt Eine attraktive Quelle für solche Mitarbeiter ist die
Fachhochschule Wiener Neustadt. Der zunehmende Zeitdruck bei
Entwicklungen steigert aber auch die Wichtigkeit von Kooperationen
mit regional ansässigen Unternehmen. Hier finden wir kompetente und
zuverlässliche Partner, auf die wir langfristig setzen können.

„Verantwortlich für die Umsetzung des niederösterreichischen
Technologieprogramms ist seit dem Start im Jahr 2004 die
Wirtschaftsagentur ecoplus“, sagte ecoplus-Geschäftsführer Mag.
Helmut Miernicki. „Wie die Erfolge zeigen, ist es uns gelungen,
Bedingungen zu schaffen, die die Kreativität fördern und langfristige
Partnerschaften zwischen Forschung, Bildung und Wirtschaft
ermöglichen“, so Miernicki. Gerade bei High-Tech-Themen mit hohen
Anforderungen an die Qualität und die Zuverlässigkeit der Partner sei
es wichtig, seitens des Landes Niederösterreich geeignete
Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen.

Der Technopol Wiener Neustadt hat sich in den letzten Jahren zu einem
international erfolgreichen und viel beachteten „Hot-Spot“ im Bereich
der Raumfahrt entwickelt. Hier werden zum Beispiel Materialtests für
die ESA (The European Space Agency) durchgeführt, Antriebe für
Mikro-Satelliten entwickelt und mit der NASA und heimischen
High-Tech-Unternehmen an neuen Technologien gearbeitet.

Nähere Informationen: Büro LR Bohuslav, Christoph Fuchs, Telefon
02742/9005-12322, e-mail [email protected], bzw. Wirtschaftsagentur
ecoplus, Michaela Horsky, Telefon 02742/9000-19660, e-mail
[email protected], www.ecoplus.at..

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