ÖH Uni Wien spricht sich gegen Empfang von iranischen Despoten aus

Roter Teppich für Rohani ist ein Skandal

Wien (OTS) - "Dass Österreich offiziell einem Antisemiten und Vertreter eines klerikalfaschistischen Regimes den roten Teppich ausrollt, ist skandalös", kritisiert das Vorsitzteam der ÖH Uni Wien den Empfang des iranischen Präsidenten Rohani, der sich für 30. März in Wien angekündigt hat. Abseits davon, dass auch unter Rohani Wettbewerbe zur Relativierung und Leugnung des Holocaust veranstaltet wurden, haben Menschenrechtsorganisationen und auch die Vereinten Nationen mehrfach festgestellt, dass sich die Lage der Menschenrechte im Iran auch nach dem Atomwaffen-Abkommen nicht verbessert hat.

"Es kann nicht sein, dass die Aussicht auf wirtschaftliche Zusammenarbeit darüber hinwegtäuscht, dass die menschenrechtliche Situation etwa der Gewerkschafter_innen im Iran immer noch fatal ist", unterstreicht Camila Garfias (VSStÖ) vom Vorsitzteam. Gewerkschaftliche sowie oppositionelle politische Organisierung unterliegt massiver staatlicher Repression und es drohen Haftstrafen unter miserablen Bedingungen sowie Misshandlungen während der Haft. Ein weiterer Kritikpunkt, der gerade in Österreich thematisiert werden muss, ist die Bestreitung der Shoa. "Die Holocaust-Relativierung und -Leugnung findet zumeist gleichzeitig mit Vernichtungsdrohungen gegen Israel statt. Der Antisemitismus gehört nicht nur zum politischen Alltag sondern stelllt eine fundamentale Säule des klerikalfaschistischen Regimes dar", so Karin Stanger (GRAS) vom Vorsitzteam. Weiters kritisiert die ÖH Uni Wien die katastrophale Ungleichbehandlung von Frauen* und die lebensbedrohende Diskriminierung von LGBTIQ*-Personen.

Dass sowohl die Wirtschaftskammer als auch der Bundespräsident einen Vertreter dieses Regimes überhaupt empfangen ist ein Skandal und völlig unangebracht. "Der Empfang führt dazu, dass der Iran auch auf diplomatischer Ebene wieder an Einfluss und Akzeptanz gewinnt -etwas, das wir aufgrund der aktuellen Lage im Iran auf keinen Fall gutheißen können!", schließt das Vorsitzteam unisono.

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