IG-Milch: Ein Jahr ohne Quote und das Desaster ist perfekt!

Mit Traktoren am 31.3.2016 nach Wien

Wien (OTS) - Wie am 31. März 2015 angekündigt, werden wir am 31.März 2016 wieder mit unseren Traktoren, ausgehend von Salzburg über Ober-und Niederösterreich, nach Wien fahren. Der Traktorkonvoi wird schon morgen Mittwochvormittag losstarten. Wir werden eine Evaluierung der Aussagen, die im Zuge des Auslaufens der Milchquotenregelung von allen Seiten getätigt wurden, vornehmen müssen. Durch unsere medienwirksame Verabschiedung waren alle Beteiligten gezwungen Stellung zu beziehen. Von „Kein Problem, alle sind gut vorbereitet“ bis „Ertrinken im Milch-See“, waren die Meinungen vielfältig.

Beginn ist um 09.30 Uhr vor dem Haus der EU. Diesmal werden wir mit Milchpulver arbeiten. Das Bild ist: Der von uns vorhergesagte Milchsee ist tatsächlich entstanden und zu Milchpulver getrocknet. Damit wird jetzt „Exportpolitik“ betrieben, mit zum Teil dramatischen Folgen auf Preise und entlegene Märkte.

Zweite Station ist um 11.00 Uhr der Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Platz, wo der Sitz großer Raiffeisen Organisationen und des Verbandes der österreichischen Milchverarbeiter ist. Hier werden wir einen Milchsee aufbauen, das Bild ist: Ihr seid wesentlich mitverantwortlich durch eure Aussagen und eure Weichenstellungen die Wachstum und Intensivierung fördern. Aber auch die Bevorzugung großer Betriebe ist wesentlich mitverantwortlich für die entstandenen Überschüsse. Da sich die Politik durch Abschaffung der Milchquote aus der Mengensteuerung zurückgezogen hat, liegt es nun an den Verarbeitungsbetrieben durch verbindliche Vereinbarungen mit den Milchbäuerinnen und Milchbauern die Milchmenge zu reduzieren.
Da 95 % der österreichischen Milchmenge in Genossenschaften organisiert sind und diese im Verband österreichischer Milchverarbeiter unter dem Dach von Raiffeisen organisiert sind, liegt hier der Schlüssel für die notwendige Korrektur.

Bei der dritten Station am Morzinplatz werden wir unser Milch-Manifest präsentieren. Wir werden hier ein Milchfest feiern, also Milch ausschenken, Butterbrote austeilen und die Agrarwende einläuten und ein breites Bündnis der Gesellschaft mit Milchbäuerinnen und -bauern aus der Taufe heben. Nur mit einem starken Bündnis der Zivilgesellschaft und den Konsumentinnen und Konsumenten mit (Milch)Bäuerinnen und Bauern, können die notwendigen Veränderungen stattfinden.

Rückfragen & Kontakt:

Grünzweil Ewald
0664 20 23 869

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0008