- 24.03.2016, 16:07:13
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Wien begrüßt Mittelfreigabe für Flüchtlingskinder in Schulen
Wien (OTS) - Wien begrüßt, dass das Finanzministerium nun endlich die
dringend benötigten Mittel für die schulische Betreuung von
Flüchtlingskindern freigegeben hat. „Heute ist ein guter Tag für
Wiens Schulen. Denn nun ist endlich gesichert, dass alle
Sprachfördermaßnahmen, mit denen Wien in den vergangenen Monaten
bereits in Vorlage getreten ist, auch tatsächlich vom Bund abgegolten
werden. Mit der ebenfalls verkündeten Freigabe der Mittel für die
Bildung von mobilen interkulturellen Teams können wir auch die
LehrerInnen in ihrer tagtäglichen Kommunikation mit den Eltern
unterstützen“, stellen die Wiener Bildungsstadträtin Sandra
Frauenberger und der Amtsführende Stadtschulratspräsident Jürgen
Czernohorszky fest.
Sie kritisieren zugleich jedoch, dass die Freigabe der Gelder zu
lange gedauert habe. Diese sei ein negatives Lehrstück für den oft
mühsamen Schritt von der politischen Ankündigung zur konkreten
Realisierung: „Dass der Finanzminister im Herbst Mittel zusagt, im
Jänner diese Zusage wiederholt und dann noch zwei Monate braucht, um
die Gelder auch wirklich freizugeben, ist hinterfragenswert und darf
sich in dieser Weise nicht mehr wiederholen. Hier geht es um Kinder
und ihre bestmögliche schulische Betreuung, das muss auch der
Finanzminister verstehen.“
Abschließend halten Frauenberger und Czernohorszky fest, dass die
bedarfsorientierte Verteilung der Mittel aus dem sogenannten
„Integrationstopf“ Vorbildfunktion für eine auch in anderen Bereichen
indexbasierte Ressourcenverteilung haben sollte und bestärken
Bildungsministerin Heinisch-Hosek in ihrer Forderung: „Die nun
vorgenommene Aufteilung der Gelder basiert auf der tatsächlichen Zahl
der beschulten Flüchtlingskinder und somit den legitimen Bedürfnissen
der Länder. Dieser Ansatz muss sich auch in den Verhandlungen zum
Finanzausgleich widerspiegeln. Die besonderen Herausforderungen, mit
denen das Schulwesen in Wien als einzige Großstadt in Österreich
konfrontiert ist, muss mit einer besseren Ressourcenausstattung
bedacht werden.“ (Schluss)
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