• 24.03.2016, 14:06:48
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Volle Unterstützung für Kampf der Gewerkschaften um Jobs bei Deutscher Bahn

vida-Hebenstreit: „Jobabbau gefährdet auch Arbeitsplätze in Österreich!“

Utl.: vida-Hebenstreit: „Jobabbau gefährdet auch Arbeitsplätze in
Österreich!“ =

Wien (OTS) - Seine volle Solidarität im Kampf um jeden Arbeitsplatz
sichert der Vorsitzende des Fachbereichs Eisenbahn in der
Gewerkschaft vida, ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzender Roman
Hebenstreit, seinen KollegInnen bei der deutschen
Eisenbahn-Gewerkschaft EVG zu. „Auch dank ihres Einsatzes wird die
Deutsche Bahn deutlich weniger Stellen und Güterverladeplätze abbauen
als ursprünglich geplant“, so der vida-Gewerkschafter. Die neue
Streichliste umfasst laut Nachrichtenagentur Reuters noch 2.100
Stellen und 215 Verladestellen. Vor einer Woche wollte die deutsche
Bahn laut Medienberichten ein Drittel ihrer
Güterverkehr-Verladestellen (rund 500) mit Schwerpunkt Nord- und
Ostdeutschland samt 3.500 Arbeitsplätzen streichen.++++

Gleichzeitig warnt Hebenstreit heute erneut davor, dass die
Schließungen der Güterbahnhöfe auch in Österreich Jobs kosten
könnten: „Güterbahnhofschließungen in Deutschland werden auch die
wachsenden österreichischen Güterbahnen ausbremsen. Marktanteile
werden von der Schiene wieder an den Straßengüterverkehr wandern.“
Die Probleme der Güterbahnen und ihrer Beschäftigten können nicht auf
der Schiene, sondern müssen vielmehr auf der Straße gelöst werden.
Damit der Schienengüterverkehr der Deutschen Bahn gegenüber der
Straße wieder konkurrenzfähiger werden kann, müsste die LKW-Maut
zumindest auf österreichisches Niveau angehoben werden, fordert
Hebenstreit.

Die geplanten Schließungen im deutschen Güterverkehr seien sowohl für
das erklärte österreichische als auch europäische Ziel der
Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene „Gift“,
so Hebenstreit weiter. 2014 wurden in Österreich rund 32 Prozent der
Güter auf der Schiene transportiert. Ziel der österreichischen
Verkehrspolitik sei es, mit einer konsequenten Verlagerungspolitik
bis 2025 40 Prozent des Güterverkehrs auf der Schiene abzuwickeln. Im
EU-Weißbuch Verkehr sei als Ziel formuliert 30 Prozent des
LKW-Verkehrs über Distanzen von mehr als 300 km bis 2030 auf die Bahn
zu verlagern. Bis 2050 solle dieser Wert gemäß EU-Zielvorgabe bis auf
50 Prozent ansteigen. „Würden die Verladestellen in Deutschland
geschlossen, sind die Verlagerungsziele massiv gefährdet“, gibt der
ÖBB-Konzernbetriebsratsvorsitzende zu bedenken.

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