• 24.03.2016, 11:32:33
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Haushaltsgeräte-Test: Stromfresser mit falschen Angaben kosten uns Milliarden

18 von 100 getesteten Produkte für den Haushalt verstoßen gegen EU-Effizienzregelungen - 1 von 5 Produkten benötigt mehr Energie als angegeben

Utl.: 18 von 100 getesteten Produkte für den Haushalt verstoßen
gegen EU-Effizienzregelungen - 1 von 5 Produkten benötigt
mehr Energie als angegeben =

Wien (OTS) - Eines von fünf Haushaltsgeräten, die von NGOs und
Konsumentenschutzorganisationen getestet wurden, verbrauchen mehr
Energie als angegeben. Bei einer Untersuchung im Rahmen des von der
EU geförderten Projekts „MarketWatch“ waren 20 Haushaltsgerätegruppen
wie Kühlschränke, Lampen und Staubsauger getestet worden.

Falsche Angaben und sinnlose stromfressende Funktionen

Für das MarketWatch-Projekt ausgeführte Labortests zeigen unter
anderem, dass ein einziges Licht am Display eines Hotpoint
Wäschetrockners diesen am Abschalten hindert, dass bei einem
WLAN-Wasserkessel das WLAN nicht abgeschaltet werden kann, dass ein
Geschirrspüler zwei Durchgänge benötigt um das Geschirr richtig zu
reinigen und vieles mehr. Weitere Labortests ergaben, dass ein
Staubsauger 57% mehr Energie und eine Waschmaschine 30 % mehr Energie
braucht, als angegeben wurde und dass eine LED-Birne um 20% weniger
hell leuchtet als beworben wird.

Insgesamt wurden 18 Produkte gefunden, die die
EU-Energie-Effizienz-Vorgaben brechen. Gemessen an der
durchschnittlichen Produktlebensdauer beträgt die Differenz zwischen
dem angegebenen und dem gemessenen Energie-Verbrauch 2,7 MWh.

MarketWatch mit dem österreichischem Projektpartner GLOBAL 2000
beauftragte unabhängige Labors mit der Überprüfung der Einhaltung der
EU-Effizienzregelungen, genauer gesagt der Ökodesign Richtlinie und
der Energielabelrichtlinie. Der Fokus lag auf bereits verdächtigen
Produkten und Sektoren und nicht auf einer willkürlichen Auswahl aus
dem gesamten Markt.

Geschätzte 10 Milliarden Euro Verlust pro Jahr

Experten schätzen, dass über 10 Mrd EUR jährlich an Einsparungen
verloren gehen, weil Produzenten und Händler sich nicht an die
EU-Vorgaben der Ökodesign-Richtlinie und der Energielabelrichtlinie
für Produkte halten. Würden diese Richtlinien aber eingehalten,
könnte sich jeder Haushalt 465,- EUR durch den Gebrauch
energieeffizienter Produkte einsparen.

Trittbrettfahrer hemmen Fortschritte bei Klimazielen

„Leider bekommen KonsumentInnen nicht immer, was Ihm vom Hersteller
versprochen wird, obwohl Ökodesign-Vorgaben einen Standard innerhalb
der EU vorgeben, dem man vertrauen können sollte.
Trittbrettfahrer-Produkte, die sich mit falschen Lorbeeren schmücken,
sind nicht erwünscht.“, so DI Egger Sibylle von GLOBAL 2000,
„Energieeffizienzmaßnahmen tragen außerdem erheblich zur Erreichung
der Klimaziele bei. Der GLOBAL 2000 Energiewendeplan beinhaltet eine
Senkung des Energieverbrauches bis 2030 um 30% und um 50% bis 2050.
Die Verwendung tatsächlich stromsparender Geräte bildet ein
wesentliches Element beim Erreichen dieser Ziele.

Der vollständige Laborbericht ist zum Nachlesen hier zu finden:
http://www.market-watch.at/ressourcen/

Für mehr Informtionen:
https://ec.europa.eu/energy/sites/ener/files/documents/eep_infographi
c_en.pdf

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