• 23.03.2016, 11:21:39
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Österreich zu 31% mit Kohle-, Gas- und Atomstrom versorgt

Selbstversorgung durch erneuerbare Energien in Österreich in weiter Ferne

Utl.: Selbstversorgung durch erneuerbare Energien in Österreich in
weiter Ferne =

St. Pölten (OTS) - Trotz des Ausbaus der erneuerbaren Energien in
Niederösterreich und dem Burgenland in den letzten Jahren ist
Österreich noch weit von der Stromversorgung mit 100% erneuerbarem
Strom entfernt. 31% des Stromes stammen noch immer aus Kohle-, Gas-
oder Atomkraftwerken. „Die Windenergie kann einen großen Beitrag
leisten um diese Lücke zu schließen“, bemerkt Stefan Moidl,
Geschäftsführer der IG Windkraft und ergänzt: „Es bedarf nur kleiner
Änderungen im Ökostromgesetz um den notwendigen Windkraftausbau zu
ermöglichen.“

Lange Zeit war Österreich ein klassisches Stromexportland. Die großen
Wasserkraftwerke ermöglichten zusätzlich zur Versorgung der
österreichischen Bevölkerung den Stromexport. Mittlerweile kann sich
Österreich jedoch nicht mehr mit Strom selbstversorgen und importiert
15% des Stromverbrauches aus den Nachbarländern.

Von Importstrom aus Kohle- und Atomkraftwerken abhängig

„Die Politik muss vor allem in den Ausbau erneuerbarer Energien
investieren“ fordert Stefan Moidl von der IG Windkraft und gibt zu
bedenken, dass der österreichische Strom nur zu 69% aus erneuerbaren
Quellen stammt. Weitere 16% stammen aus heimischen thermischen
Kraftwerken. Der Rest ist Importstrom – vorwiegend Atom- und
Kohlestrom aus Deutschland und Tschechien.

Umland mit Versorgungsfunktion für die Bundeshauptstadt

„Selbst in jener Region, die in den letzten Jahren zum Inbegriff der
Energiewende im Strombereich in Österreich geworden ist, ist man von
der Zielsetzung 100% erneuerbarer Stromversorgung noch einen großen
Schritt entfernt“, bemerkt Moidl.
Auch wenn sowohl Niederösterreich als auch das Burgenland in den
letzten Jahren mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt reicht
dies bei weitem nicht aus Ostösterreich damit zu versorgen.
Für die Energieversorgung streckt sich die Bundeshauptstadt sogar bis
nach Russland um Erdgas in großen Mengen anzuliefern.

Reformbedarf beim Ökostromgesetz

„Für den Strombereich in Österreich wurde von Bundeskanzler Werner
Faymann bei der Weltklimakonferenz in Paris das Ziel 100% Erneuerbare
im Jahr 2030 ausgegeben. Für die Erreichung dieses Zieles bedarf es
nun einer raschen Weichenstellung für stabile Bedingungen für
erneuerbare Energien“, fordert Moidl. Mit dem geltenden
Ökostromgesetz ist der benötigte Ausbau nicht zu schaffen. Mit ein
paar kleinen Änderungen könnte der Windkraftausbau auf derzeitigem
Niveau weitergeführt werden und man dem Ziel näher kommen auch in der
Ostregion eine erneuerbare Stromversorgung sicher zu stellen. „Die IG
Windkraft fordert daher eine rasche Änderung des Ökostromgesetzes“,
ergänzt Moidl abschließend.

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